Über mich

Das bin ich ;-)
Hallo!

ich bin Heiko Thoms, geb. 1974, ein passionierter Läufer aus Dortmund und ich möchte Euch meine Geschichte erzählen.








Laufen? Wie langweilig ist das denn?
Bewundert habe ich sie immer, die Läufer, die sich durch die Städte und Parks quälten. Lief ihnen der Schweiß die Stirn herunter, regelte ich meine Klimaanlage und wählte einen guten Radiosender in meinem Wagen.

Natürlich wäre ich auch gerne gelaufen. Aber sobald ich erst einmal nach der Arbeit zuhause bei einer Tasse Kaffee saß, war jegliche Motivation dahin. "Innerer Schweinehund", so nennt man diesen Zustand des nicht aufraffen Wollens wohl.

Die Zeit ging ins Land und es ging stramm in Richtung meines 30. Geburtstags zu. Mit zunehmenden Alter nahm aber auch mein Bauchumfang zu. Richtig fett war ich nie. Aber die athletische Figur, die ich zu meinen Handballzeiten hatte, war futsch und einige Muskeln wurden scheinbar durch Fettgewebe ersetzt. Außenstehende könnten meinen, ich hätte den (Hand-)Ball verschluckt.

Laufen als Diät.
Es war mir nicht neu, dass Laufen als die geeignetste Sportart angesehen wird, um sich der überflüssigen Pfunde zu entledigen. Von dem Moment an, als ich den Entschluss abzunehmen fasste und Laufen als Mittel zum Zweck wählte, dauerte es vielleicht noch 3 Wochen, bis ich im Mai 2003 endlich das erste Mal meine alten Treter aus dem Keller holte und einen ersten Versuch startete. Warum ich von dem Entschluss bis zur Umsetzung 3 Wochen brauchte? Glaubt mit bitte: Ich konnte nichts dafür. Das Wetter war schuld. Es war zu warm. Oder es regnete. Oder es war doch zu kalt. Oder der Job war mal wieder zu anstrengend. Oder ich hatte einfach gar keine Zeit. Ganz sicher lag es NICHT am inneren Schweinehund! So etwas habe ich nicht! Nein, ich bin hier das Opfer und unschuldig!

Na? Habt ihr euch wiedererkannt?


Zurück zu meiner Laufkarriere...
von dem Tag an, als ich auf dem Heimweg einen festen Entschluss traf und zu mir selbst sagte: "Heute setzt du dich gar nicht erst hin. Du suchst deine alten Sportschuhe und läufst 30 Minuten. Du versuchst es mindestens! Nein, nicht schnell. 30 Minuten habe ich gesagt! Ok, dann suche dir halt ein abgelegenes Plätzchen, wo dich keiner sieht. Du bist aber auch kompliziert".

Und ich lief - 30 Minuten. Am nächsten Tag traf ich meinen Bruder am Kino. Ich erzählte ihm stolz "Ich jogge jetzt!" "Toll, seit wann denn?" "Seit gestern!". Kurzes betretenes Schweigen, dann lautes Gelächter. "Ja, ja - seit gestern... Wir sprechen uns in ein paar Tagen wieder". 

Unglaublich was man für einen Motivationsschub bekommt, wenn man jemanden etwas beweisen möchte. Also lief ich weiter. Zunächst alle 2 Tage je 30 Minuten an einem abgelegenen Ort. Irgendwann wurden es 45 Minuten. Spätestens jetzt, wo ich mein Ursprungsziel weit überschritten hatte, passierte etwas schlicht unfassbares: Laufen machte auf einmal Spaß! 


Karstadt Marathon 17. April 2004
Ich glaube, Laufanfänger haben einfach Angst sich zu überfordern oder ein gestecktes Ziel nicht zu erreichen. Laufen in der Gruppe? Auch das ist für viele eine Hemmschwelle. Die Angst als Konditionsschwächster um Luft ringend und von Seitenstichen gequält hinter der Gruppe her zu hecheln ruft für viele (für mich damals übrigens auch) enorme Ängst aus. Also machen wir unser eigenes Ding und laufen weiter alleine - an einem abgelegenen Ort.

Gut, ganz so langweilig ging es bei mir nicht weiter. Da Laufen ja nun Spaß machte, setzte ich mir Ziele. Ach ja, setzt NIEMALS Ziele nach ein paar Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Ich erklärte nämlich, dass ich im kommenden April, also April 2004, den Halbmarathon beim Karstadt-Ruhrmarathon laufen würde. Einen weteren Glühwein später war es dann schon der ganze Marathon. 

Nach Weihnachten erinnerte ich mich an meine Ansage. Ich wollte nicht mit großer Klappe dastehen, also fing ich mit der Vorbereitung auf den Marathon an und beendete ihn schließlich tatsächlich in 4 Stunden und 17 Minuten. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie stolz ich damals war. Mir hatte der erste Marathon damals viel bedeutet. Ich habe richtig beißen müssen. Die Kondition, insbesondere der Fettstoffwechsel, war in dieser kurzen Zeit einfach noch nicht trainiert genug.

Wien Marathon 18.04.2011

Im April 2012 lief ich in Wien meinen 29. Marathon und erreichte damit ein Ziel, dass für mich so unvorstellbar hochgesteckt schien, dass ich erst in 2009 überhaupt auf den Gedanken kam, das dies ein Ziel für mich sein könnte: Ich lief den Marathon in unter 3 Stunden, nämlich in genau 2 Std. 57 Min. und 6 Sek. Erst diese Leistung machte mich ähnlich stolz, wie mein erster gelaufener Marathon.

Im Marathonsport gibt es für mich persönlich nun wirklich nichts mehr zu erreichen. Zwar werde ich wohl noch weitere Marathons laufen, vielleicht sogar noch persönliche Bestzeiten, der Leistungsdruck ist aber nun viel geringer. Und ich möchte mich auf ein neues Ziel konzentrieren: Den Spaß am Laufen in der Natur und abseits der Wege- Trailrunning.

Trailrunning
Ich habe bereits verschiedene solcher Läufe Trailläufe gemacht. Sei es der Herrmannslauf in Bielefeld, der Röntgenlauf in Remscheid, der Trainingsmarathon auf dem Rothaarsteig, das GPS-Experiment auf Cran Canaria oder einfach die regelmäßigen Trainingsläufe in der dortmunder Bittermark.

Salomon 4Trails 4.-7.07.2012
2012 lief ich mit meinem Vereinskollegen Jens Meyer die Salomon 4 Trails. Wir haben in 4 Tagen die Alpen überquert. Ca. 160 Kilometer und 10.000 Höhenmeter. Dieser Etappenlauf setzte einen weiteren Meilenstein in meiner Laufgeschichte. Läufe dieser Art, werden sie auch als Wettkampf ausgetragen, sind sehr familär und stressfrei. Man ist einfach unglaublich lange auf den einzelnen Etappen unterwegs. Durchkommen ist auch für die trainiertesten Läufer nicht selbstverständlich. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie ein solches Rennen unfreiwillig beendet werden kann. Wir haben es bei befreundeten Läufern, aber auch am eigenen Leib erfahren müssen. Unsere "Pannen" waren zum Glück nicht so schwer, dass wir das Rennen aufgeben mussten.

Laufen zu können ist ein großes Glück!
Auch wenn mir das Laufen am Anfang schwer fiel. Heute weiß ich, es ist ein großes Geschenk, dass wir laufen können. Und darum nutze ich jede Gelegenheit hierzu.

Auf dieser Seite
schreibe ich über das, was mich als Sportler "bewegt". Ich schreibe über meine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse. Wer zwischen den Zeilen liest, kann eventuell ein paar Tipps für sein Training mitnehmen. Nutzt aber auch meine Seite "www.ich-laufe.info", wo ich speziell ein paar Hinweise zum Training und insbesondere zum Marathonlauf gebe.

Mit Qualifizierungen weiter kommen
Durch ständige Fortbildung, u. a. zum Laufinstruktor, sowie bei zahlreichen Vorträgen, Gesprächen und Literatur, nicht zuletzt durch die praktische Erfahrung, habe ich mir ein breites Wissen im Bereich des Laufsports angeeignet. Daneben bin ich Trainier und Laufwart des LT Bittermark Dortmund, ein Verein, der mit seinen Langstreckenambitionen in Dortmund ein Alleinstellungsmerkmal besitzt.

Euer
Heiko

Läuferweisheit

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