Donnerstag, 27. November 2014

Die Zeit der faulen Socke

Da hat man sich durch diverse Verletzungspausen gequält, denkt "Jetzt geht es wieder los" und dann...
Tja mit Rückschlägen muss man rechnen. Aber muss es denn gleich eine Lungenentzündung sein?
Seit fast 2 Wochen hänge ich nun zuhause rum. Dabei kann ich von Glück reden, dass ich schon wieder so gut drauf bin und diese Zeilen schreiben kann. Irgendwann musste sich das viele Training ja auch mal nützlich machen, nicht nur auf Urkunden.
Tatsächlich hatte es mich buchstäblich von den Socken gehauen. Bis 40 Grad Fieber waren nicht leicht wegzustecken. Ein Kreislaufzusammenbruch führte sogar dazu, dass ich mich auf den Boden im Flur fallen lassen musste. Kaum zu glauben, aber der 4 Meter Weg von der Dusche bis auf´s Bett war nicht mehr zu schaffen.
Die Saison ist damit offiziell gelaufen. Laufen - ja ich hatte eigentlich vor meine jüngst antrainierte Form in zwei das Jahr abschließenden Wettkämpfe zu stecken. Ein 10 KM und ein 5 KM-Lauf fehlen mir noch um bei der Vereinsmeisterschaft gewertet zu werden. Einen zweiten Platz hatte ich mir ausgerechnet.
Es ist wie es ist. Ich bin inzwischen eh ein "alter Hase". Ich bin genug Wettkämpfe gelaufen und muss mich nicht mehr selbst beweisen, geschweige denn mich darüber definieren. Also nehme ich es gelassen und mache das, was der Doc empfiehlt: Viel Ruhe, viel trinken, viel Schlafen. Das bekomme ich hin. Ich habe da diesen Schalter, der, wenn es sein muss, ganz schnell von Wettkampfmodus auf Regenerationsmodus umschalten kann. Die berühmten "Hummeln im Hintern" verspüre ich bei dem schönen Wetter der letzten Tage auch. Dennoch habe ich die Ruhe und lehne mich zurück und entspanne mich. Sie wird wieder kommen, die Zeit der Ziele. Jetzt ist die Zeit der faulen Socke. Und das ziehe ich durch solange es sein muss.

3 Kommentare:

Steve hat gesagt…

Gute Besserung und Hut ab, dass du die Ratschläge des Docs so annimmst. Mir fällt das oft etwas schwerer ;-)

Viele Grüße aus den Bergen

Steve

Heiko Thoms hat gesagt…

Danke, aber dafür geht man ja zum Doc. Und man sollte mit ihm kommunizieren. Was man so macht, wie es einem geht, was man gerne möchte. So kann der Doc sich besser in die Lage des Patienten hineinversetzen. Ich bin ja nicht der, der mit Samthandschuhen angefasst werden möchte. Wenn dann dennoch die rote Karte kommt, sollte man die auch ernst nehmen.

Dir wünsche ich eine gelungene Vorbereitung auf den STREIF VERTICAL UP :-)

Heiko

Jens hat gesagt…

Du machst ja Sachen! Aber mit Respekt und Anerkennung lese ich Deine Einstellung zu dieser "Bremse". Und Du weißt ja, dass Du danach noch stärker wieder zurück kommst, wenn Du willst...
Weiterhin gute Besserung, auf bald! Jens

Läuferweisheit

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