Donnerstag, 29. Mai 2014

Am höchsten Punkt lag noch Schnee - Bittermärker beim Rennsteiglauf

Schnee am höchsten Punkt beim Rennsteiglauf
Der Guts-Muths-Rennsteiglauf nennt sich selbst "Europas größter Crosslauf". Ob man bei einem Lauf von 72 KM noch vom "Crosslauf sprechen kann?

Die Strecke führt entlang Deutschlands berühmtesten Weitwanderweg, den Rennsteig im Thüringer Wald.
"Waldesgrün gefärbte Berge und Täler wie das Unesco-Biosphärenreservat Vessertal, sagenhafte, märchenreiche und geheimnisvolle Orte, gute Anfahrts- und Übernachtungsmöglichkeiten in der Mitte Deutschlands, eine ganz besondere Läuferversorgung mit Köstritzer Schwarzbier und Haferschleim sowie das „schönste Ziel der Welt in Schmiedefeld“
 verspricht der Veranstalter.

Gelaufen werden kann Halbmarathon (21,1 km) , Marathon (43,5 km) und Supermarathon (72,7 km). Einen "Notausstieg" mit Wertung bietet der Veranstalter nach 54,7 km an.

Vier Bittermärker machten sich also am 17. Mai 2014 auf den Weg um den Rennsteig Supermarathon zu laufen. Dies waren Marc Richter, Thomas Lein, Rüdiger Arnold und Marcel Zöllner. Allein Marc und Rüdiger konnten bisher Erfahrungen im Ultralangstreckenlauf aufweisen. Marc u. a. 100 KM beim Eiger Ultra Trail, Rüdiger finishte den Rennsteig in 2008.

Der Lauf brachte einige Überraschungen. Wir sprechen hier vom Ultra-Langlauf, da muss man damit rechnen. Die Vorbereitung und die Belastung während des Laufens (Physisch und psychisch) unterscheiden sich doch sehr vom alltäglichen Joggen - auch vom Marathonlauf.

Und so kam es dann, dass nur einer der vier Supermarathonaspiranten es bis ins Ziel schaffte. Die große Überraschung war, es war nicht etwa der erfahrene Marc Richter. Nein, es war tatsächlich unser Newcomer Marcel Zöllner, der vor nicht viel mehr als einem Jahr seine Laufkarriere startete und kurz darauf den Weg zu unserem Lauftreff LT Bittermark Dortmund fand. Es steht außer Frage, dass Marcel in der Vergangenheit Ehrgeiz und Biss bewiesen hat. Ein gewisses Talent zum Ausdauersport muss er dennoch haben. Die meisten Läufer würden sich nach so einer kurzen Zeit mit solchen Aktionen kaputt laufen. Der Langstreckenlauf sollte normalerweise mindestens 2-3 Jahre intensiv betrieben werden, bevor der Körper auf solche Belastungen vorbereitet ist. Das Laufen soll ja noch viele Jahre Spaß machen. Fakt ist, die meisten Läufer werden aus Zeitgründen, orthopädischen Gründen oder sonstigen Gründen niemals einen solchen Lauf auf sich nehmen (können).

Die drei Anderen Läufer stiegen allesamt aus orthopädischen Grünen am Notausstieg nach 54,7 km aus. Da der Lauf trotzdem offiziell gewertet wird und die Distanz eindeutig über die Marathondistanz hinaus geht, dürfen sich auch diese drei tapferen Kämpfer "Ultramarathonläufer" nennen.

Marcel ist übrigens vom Lauffieber infiziert und hat sich spontan bei den 100 KM von Biel angemeldet, die am 12. -14. 06.2014 sind. Auf das die Knochen halten.

Herzlichen Glückwunsch!



Rüdiger Arnold, Marc Richter, Thomas Lein, Marcel Zöllner (v. L.)




Läuferweisheit

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