Donnerstag, 29. Mai 2014

La Palma - auf den Spuren des TRANSVULCANIA Ultramarathons


(Heiko Thoms)
Juchu, es geht auf die "Wanderinsel", oder auch "Isla-Bonita", wie sie häufig genannt wird. La Palma ist nicht etwa die Hauptstadt von Mallorca, nein La Palma ist eine der wunderschönen kanarischen Inseln. Eine Mischung aus Lanzarote und Teneriffa. Gleichzeitig soll sie die steilste Insel der Welt sein, so wurde mir erzählt. Nach dem, was ich erfahren durfte, glaube ich das gerne.

Yippie! Am 9. Mai sollte unser Urlaub auf La Palma beginnen. Da war doch was... Ich hatte vor einiger Zeit mal was von dem "Transvulcania Ultramarathon" gehört. Die Eckdaten ließen mich allerdings zusammenzucken und ich traute mich bisher nicht daran. Da traf mich auch nicht wirklich der Schock, als ich dann doch mal auf die Veranstalterseite schaute und keinen Startplatz mehr ergattern konnte.

Startpunkt ist der Leuchtturm an der Küste von Fuencaliente und das Ziel ist die Plaza de España in Los Llanos de Aridane. Die Strecke verläuft durch den großen Wanderweg GR 131 (Der Spazierstock) und teilweise den GR 130 Wanderweg (Camino Real de La Costa) von Puerto de Tazacorte bis Los Llanos de Aridane.

Mit einer Länge von 83,3 km und einem Höhenunterschied von insgesamt 8.525 m, ist dieser Ultramarathon sehr anspruchsvoll und macht eine sehr gute physische Kondition absolut notwendig. (Info: Veranstalter)

Meter über dem Meeresspiegel am Start: 10 m.
Meter über dem Meeresspiegel am Ziel: 340 m.
Maximum Meter über dem Meeresspiegel: 2.426 m.
Minimum Meter über dem Meeresspiegel: 4 m.
Höhenunterschied insgesamt: 8.525 m.
Aufstieg insgesamt: 4.415 m.
Abstieg insgesamt: 4.110 m.
 Länge per Strecke:Erste Strecke: Faro de Fuencaliente – Área Recreativa El Pilar → 26, 8 km.
Zweite Strecke: Área Recreativa El Pilar – Roque de Los Muchachos → 31 km.
Dritte Strecke: Roque de Los Muchachos – Puerto de Tazacorte → 19,8 km.
Vierte Strecke: Puerto de Tazacorte – Los Llanos de Aridane → 5,7 km. (Info: Veranstalter) 
In unserem Urlaubshotel Teneguia Princess waren viele der Teilnehmer eingebucht. Warum auch nicht. Das Hotel ist super chic und liegt gerade einmal 7,5 KM vom Startpunkt entfernt. Günstige Bedingungen also. So kam ich mit einigen Teilnehmern ins Gespräch, etwa den Hotel-Physiotherapeuten Marc, der die erste Etappe von Fuencaliente nach El Pilar gelaufen ist. Diese 26,8 KM haben es in sich. Der Bodenbelag war oft feinster Vulkan-Sand. Bei den teils erheblichen Steigungen verlangt einen schon das Gehen einiges ab. Zwei Schritte vor, einen zurück. Puh. Im Laufe des Urlaubs sollte ich diese Strecke selber laufen. Und dafür habe ich nur ein Wort: Superlative. Schwindelfrei sollte man übrigens für Teileabschnitte auf den Caldera-Rand sein. Bei guter Sicht schaut man von dem über 2.400 Meter hohen Gipfel ca. 1.600 Meter die Steilwand runter. Der Abstieg in Tazacorte von ca. 600 Meter auf 0 Meter ü.n.N. ist nicht nur steil. Es besteht auf dem unbefestigten Wegen auch Absturzgefahr. Wer hier läuft, muss absolut trittsicher sein. Und das mit über 60 KM in den Beinen!


Ein paar Eindrücke:

Video-Impressionen, wie immer mit meinem Iphone aufgenommen:

  
Fuencaliente nach Los Canarios:


Der Start des TRANSVULCANIA ist am Leuchtturm in Fuencaliente

Inov8 Roclite 295 - ein toller, leichter Trailschuh

Durch Sand zum St. Antonio (Los Canarias)


Das richtige Schuhwerk:
Brooks Cascadia
Blick in den St. Antonio, ca. 700 Meter ü.n.N

Los Canarios nach El Pilar:










Ankunt in El Pilar

Roce de Los Muchachos
Höchste Stelle: Roce de los Muchacos, 2.426 Meter ü.n.N.


Observatorium am Roce de Los Muchachos

Aussichtspunkt am Roce de los Muchacos

"Natternköpfe" wachsen nur in schwindelerregenden Höhe am Caldera-Rand

Ein einzelner, neugieriger Rabe auf dem Gipfel



 Der steile Abstieg nach Tazacorte


Steiler abstieg mit Blick auf den Strand von Tazacorte
Aufstieg von Tazacorte (die Läufer kommen hier runter)

Blick auf Tazacorte (ca. 10 KM vor dem Ziel)
Bunt und gemütlich: Tazacorte

Am höchsten Punkt lag noch Schnee - Bittermärker beim Rennsteiglauf

Schnee am höchsten Punkt beim Rennsteiglauf
Der Guts-Muths-Rennsteiglauf nennt sich selbst "Europas größter Crosslauf". Ob man bei einem Lauf von 72 KM noch vom "Crosslauf sprechen kann?

Die Strecke führt entlang Deutschlands berühmtesten Weitwanderweg, den Rennsteig im Thüringer Wald.
"Waldesgrün gefärbte Berge und Täler wie das Unesco-Biosphärenreservat Vessertal, sagenhafte, märchenreiche und geheimnisvolle Orte, gute Anfahrts- und Übernachtungsmöglichkeiten in der Mitte Deutschlands, eine ganz besondere Läuferversorgung mit Köstritzer Schwarzbier und Haferschleim sowie das „schönste Ziel der Welt in Schmiedefeld“
 verspricht der Veranstalter.

Gelaufen werden kann Halbmarathon (21,1 km) , Marathon (43,5 km) und Supermarathon (72,7 km). Einen "Notausstieg" mit Wertung bietet der Veranstalter nach 54,7 km an.

Vier Bittermärker machten sich also am 17. Mai 2014 auf den Weg um den Rennsteig Supermarathon zu laufen. Dies waren Marc Richter, Thomas Lein, Rüdiger Arnold und Marcel Zöllner. Allein Marc und Rüdiger konnten bisher Erfahrungen im Ultralangstreckenlauf aufweisen. Marc u. a. 100 KM beim Eiger Ultra Trail, Rüdiger finishte den Rennsteig in 2008.

Der Lauf brachte einige Überraschungen. Wir sprechen hier vom Ultra-Langlauf, da muss man damit rechnen. Die Vorbereitung und die Belastung während des Laufens (Physisch und psychisch) unterscheiden sich doch sehr vom alltäglichen Joggen - auch vom Marathonlauf.

Und so kam es dann, dass nur einer der vier Supermarathonaspiranten es bis ins Ziel schaffte. Die große Überraschung war, es war nicht etwa der erfahrene Marc Richter. Nein, es war tatsächlich unser Newcomer Marcel Zöllner, der vor nicht viel mehr als einem Jahr seine Laufkarriere startete und kurz darauf den Weg zu unserem Lauftreff LT Bittermark Dortmund fand. Es steht außer Frage, dass Marcel in der Vergangenheit Ehrgeiz und Biss bewiesen hat. Ein gewisses Talent zum Ausdauersport muss er dennoch haben. Die meisten Läufer würden sich nach so einer kurzen Zeit mit solchen Aktionen kaputt laufen. Der Langstreckenlauf sollte normalerweise mindestens 2-3 Jahre intensiv betrieben werden, bevor der Körper auf solche Belastungen vorbereitet ist. Das Laufen soll ja noch viele Jahre Spaß machen. Fakt ist, die meisten Läufer werden aus Zeitgründen, orthopädischen Gründen oder sonstigen Gründen niemals einen solchen Lauf auf sich nehmen (können).

Die drei Anderen Läufer stiegen allesamt aus orthopädischen Grünen am Notausstieg nach 54,7 km aus. Da der Lauf trotzdem offiziell gewertet wird und die Distanz eindeutig über die Marathondistanz hinaus geht, dürfen sich auch diese drei tapferen Kämpfer "Ultramarathonläufer" nennen.

Marcel ist übrigens vom Lauffieber infiziert und hat sich spontan bei den 100 KM von Biel angemeldet, die am 12. -14. 06.2014 sind. Auf das die Knochen halten.

Herzlichen Glückwunsch!



Rüdiger Arnold, Marc Richter, Thomas Lein, Marcel Zöllner (v. L.)




Mittwoch, 28. Mai 2014

Zeit zum Luftholen

Bittermärker beim Rennsteig-Supermarathon, Urlaub und Streckenbesichtigung beim TRANSVULCANIA-Ultramarathon auf La Palma, Michele beim Dschungel-Ultra in Peru, nächste Woche kommt dann die TorTour de Ruhr und die Vorbereitungen für TRAILDORADO laufen auch.

Es ist viel passiert. Da komme ich einfach nicht nach. Leider warten ja neben diesem Hobby noch andere Aufgaben auf mich.

Bleibt auf Stand und schaut in ein paar Tagen wieder vorbei, dann habe ich hier ein paar Bilder und Kurzberichte.

Dienstag, 6. Mai 2014

Hermannslauf 2014

Der Hermannslauf im Teutoburger Wald ist ein Lauf mit Geschichte und für viele Sportler der Jahreshöhepunkt. Der auf 7.000 Läufer limitierte Lauf startet am Demolier Hermannsdenkmal und endet nach 31 KM an der Bielefelder Starkenburg.

Der Hermannslauf hat auch in meinem Verein, dem LT Bittermark Dortmund, eine Tradition. Und so reisten wir zum wiederholten Male mit einem voll besetzten Bus an.

Am 28.04.2014 fand der Hermannslauf bereits zum 43. Mal statt. Das der Lauf auch bei der Bevölkerung gut ankommt, das merkt man gleich. „Wir sind jedes Jahr hier“ verriet mir eine Helferin, die den Läufern trotz Dauerregen mit einem Lächeln Getränke reichte. Mitten im Wald – kurz bevor die Läufer eine der zahlreichen Steigungen zu bewältigen hatten. Aber auch auf dem Rest der Strecke ist der Hermann-Virus ausgebrochen. Wie sonst lässt es sich erklären, dass die Zuschauer bei dem schlechten Wetter in diesem Jahr ähnlich zahlreich und anfeuernd an der Strecke standen, wie in den letzten Jahren bei Sonnenschein.

Der Veranstalter TSVE 1890 Bielefeld setzte das Teilnehmerlimit bei 7.000 Läufern. Die Veranstaltung war trotzdem, wie in den vergangenen Jahren, schnell ausgebucht. Wer beim Hermannslauf starten möchte, darf nicht lange zögern. Für Spätentschlossene gibt es seit diesem Jahr aber einen Grund zum Aufatmen: Eine offizielle Startplatzbörse wurde erstmalig eingerichtet. Wer nicht starten kann, gibt seinen Startplatz ab. Es fällt lediglich eine Ummeldegebühr in Höhe von 10 Euro an. Mehr Informationen hierzu gibt es auf der Homepage des Veranstalters:http://www.hermannslauf.de/
Auch wenn in 2014 kein Streckenrekord gefallen ist, wurde ein Rekord gebrochen: Der Seriensieger Elias Sansar gewann den Hermannslauf bereits zum 8 Mal.. Das schaffte vor ihm niemand. Sansar erreichte in einer hervorragenden Zeit von 1:50:10 das Ziel. Allerdings blieb er damit deutlich hinter seiner Bestzeit aus 2013 (01:45:12). Bei den Frauen siegte Silke Pfennigschmidt von der SV Brackwede in 02:08:49. Florian Reichert, der zweimalige Sieger des Indoor Trail in der Dortmunder Westfalenhalle, belegte einen respektablen zweiten Platz.
Ich selbst besuchte den Hermannslauf zum dritten Mal in Folge. Dieses Jahr aber startete ich aus gesundheitlichen Gründen nicht um nach persönlichen Bestzeiten Ausschau zu halten. Ich war für mein Blog „Let´s go Running“ (www.letsgorunning.de) als „rasender Reporter“ unterwegs, sprach mit Leuten, genoss die Strecke und machte ein Video vom Lauf. Die Aufnahmen sind insgesamt sehr schön geworden, so dass ich Euch die 4 Minuten ruhigen Gewissens empfehlen kann. Während meiner Aufnahmen traf ich zwei Leute, die mir besonders ins Auge gefallen sind. Einer war als Römer verkleidet, einer als Germane. Das belebt den Lauf, hiervon möchte ich gerne mehr sehen.

Exklusiv bei Let´s go Running: 
Das Video zum Hermannslauf von Heiko Thoms



Veranstaltungstipp:

Du läufst gerne in der Natur, scheust Dich nicht vor Herausforderungen, oder möchtest einfach mal etwas neues kennenlernen? Dann möchte ich Dir TRAILDORADO empfehlen. TRAILDORADO ist ein 24 Stunden-Traillauf. Nein, eigentlich ist es viel mehr. Das TRAILDORADO-Konzept ist völlig neu. Eine Mischung aus 24 Stunden Lauf abseits befestigter Wege, Vorträge und Workshops, Live-Musik und DJs und natürlich jeder Menge Spaß lassen TRAILDORADO zum unverwechselbaren und unvergesslichen Erlebnis werden. Wenn Du mehr von TRAILDORADO erfahren möchtest, besuche doch einfach mal die Veranstaltungs-Homepage www.traildorado.com und lass Dich vom TRAILDORADO-Virus infizieren.


Vereinsempfehlung:

Du läufst gerne lange Strecken und suchst einen Verein in Dortmund? Der LT-Bittermark Dortmund hat sich auf Langstrecken spezialisiert. Es werden regelmäßig Strecken von 10-35 KM gelaufen. Die meisten Mitglieder sind passionierte Marathonläufer. Manche laufen sogar noch weiter. Aber auch Läufer, die noch nicht, oder nicht mehr, Marathon laufen sind bei uns zuhause. Schau doch einfach mal auf unserer Vereinshomepage www.lt-bittermark.de oder komm mal zum Probetraining. Du kannst jeder Zeit mit uns trainieren. Eine Mitgliedschaft ist nicht erforderlich. 




Läuferweisheit

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