Freitag, 11. April 2014

Trainingslager Mallorca 4/2014

Beim Schwimmtraining
Dem kalten Deutschland entkommen und trainieren in der Sonne. Zugegeben, bei den Temperaturen, die am 2. April bei uns herrschten, viel es mir schon fast schwer in den Flieger zu steigen und meine Heimat gegen die Urlaubsinsel Mallorca einzutauschen. Die Einladung vom "Tri Team Selm" konnte ich dennoch nicht ausschlagen. Im Nachhinein hat sich die Entscheidung als goldrichtig erwiesen.
Ein Flug um 5 Uhr Morgens ab Paderborn - das bedeutete Abfahrt von Dortmund um 1:30 Uhr. An Schlafen war da nicht zu denken. Eingecheckt um 3 Uhr morgens, einen Kaffee in der Flughafenhalle getrunken und dann ging es recht unspektakulär mit der Air Berlin zum Flughafen in Palma de Mallorca. Es war zum Zeitpunkt der Landung gerade am dämmern. Weiter ging es mit dem Bus zum Hotel "Ferrer Janiero" in Can Pincafort.
Nach einem kurzen Frühstück um 10 Uhr wurden die Räder beim Fahrradriesen "Max Hürzeler" ausgeliehen. Die Rennräder zeigten sich allesamt in hervorragender Qualität. Und so ging es um 14 Uhr zur ersten Radeinheit. 75 KM, incl. einen als "Schweineberg" bekannten Hügel. Der zeigte gleich, dass das hier ein Trainingsurlaub ist. Ich als Rennrad-Neuling hatte ganz schön daran zu knacken und war froh, dass die Gruppe oben auf mich wartete, so wie ich auf den Rest der Truppe wartete, der noch etwas mehr am Berg zu knacken hatte. Es wurde einander auf- und angepasst.
Das Training wurde mit einem lockeren 5 KM Dauerlauf beendet.

Das Training der 8 Tage:
Mi, 2.4. 63 Km Rad, 5 km Laufen
Do 3.4. 20 KM Laufen, 50 Km Rad
Fr 4.4. 85 Km Rad, 5 Km Laufen, 30 Min Kraftraum, 200 Meter Schwimmen
Sa 5.4. 76 Km Rad, 13 Km Laufen, 1000 Meter Schwimmen
So 6.4. 85 Km Rad, 5km laufen, 1000 Meter schwimmen
Mo 7.4. 75 Km Rad, 23km Laufen
Di 8.5. 40 Min Kraftraum, 85km Rad, 1000 Meter Schwimmen
Mi 9.5. 20 Min Kraftraum, 17 Km laufen, 500 Meter Schwimmen
Am Trainingspensum sieht man schon, dass ich mich mit dem Schwimmen eher weniger anfreunden kann. Aber um ein bisschen Abwechslung im Training zu haben, wollte ich mir die Chance auf ein beheiztes Sportbecken nicht gänzlich nehmen lassen.
Mit den starken "Iron-Männern" Martin und Claudia konnte ich beim Radfahren nicht mithalten. Als ich das am zweiten Tag nach einer längeren Steigung mit schmerzender Muskulatur erfahren musste, orientierte ich mich neu. Zum Glück war unsere Trainingsgruppe groß genug, dass ich passende Trainingspartner finden konnte. Ich setzte fortan auf etwas ruhigere Ausfahrten. Meine Beinmuskulatur muss sich erst vom Laufen auf das Radfahren umstellen. Man glaubt es nicht, aber es werden doch wesentlich unterschiedliche Muskelgruppen für diese Sportarten benutzt. Das merkte ich auch daran, dass mir nach den langen Radausflügen die Laufeinheiten nicht sonderlich schwer fielen, wenngleich ich auch diese im eher moderaten Tempo ausführte.

Das Hotel:
Das Hotel Ferrer Janeiro in Can Pincafort war zum Reisezeitpunkt fast ausschließlich durch Triathleten belegt. Die Verpflegung war entsprechend abwechslungsreich und qualitativ hochwertig.
Eine direkte Strandlage hatte das Hotel nicht (Entfernung ca. 200 Meter). Das musste auch nicht sein, denn wir waren meist mit dem Rad oder zum Laufen unterwegs. Die Liegeplätze reichten aber für das spätnachmittagliche Sonnenbad aus, da die anderen Sportler ebenfalls wenig Zeit am Pool verbrachten.
Das Hotel verfügte über einen kleinen Badepool und ein Sportbecken. Die Bahnen für das Sportbecken konnten und sollten reserviert werden. Besonders in den Morgenstunden bis teilweise in den Mittag herrschte hier reger Betrieb. 
Es gab ferner ein ausreichend gut ausgestattet und gepflegtes Fitnesscenter, welches ich selbst dreimal vor dem Frühstück nutzte. Ein Wellness und Spa Bereich rundete das Angebot ab. Die Sauna durfte jedoch nur in bestimmten Bereichen unbekleidet betreten werden, ansonsten in Badehose/Bikini.
Das Publikum bestand, wie bereits erwähnt, im Reisezeitraum fast ausschließlich aus ambitionierten Triathleten. Auch einige Profis waren am hier zum Trainieren. 
Die Zimmer: Die Zimmer waren ausreichend groß und komfortabel eingerichet. M. E. besitzt jedes Zimmer einen Balkon. Einige Zimmer liegen jedoch zur Straßenseite. Dafür liegen die Zimmer mit Poolblick im Schatten. Ein Trocknen der Kleidung ist auf den Balkonen mit Schattenlage nicht möglich gewesen. Im Kellergeschoss gab es aber eine Waschmaschine und einen Trockner.
Lage: Zwischen Alcudia und Cala Ratjada ist der Ort Can Picafort etwas abgeschlagen. Es gibt eine Strandpromenade mit einigen Cafés. Für Ruhesuchende oder Sportliebende ist der Ort richtig. Für einen Familien oder Badeurlaub ist er nur bedingt geeignet. Da bietet die Insel an anderen Orten mehr.
Am Ende der ca. 2,5 KM langen Strandpromenade grenzen Naturschutzgebiete. Besonders schön ist es im Norden heraus, leider ist das angrenzende Naturschutzgebiet mit Sand, Wurzeln und Pinien nach nur 3 KM durchlaufen. Einen Rundkurs gibt es dort nicht. Ein Einziger Weg führt hindurch. Wer es noch etwas weiter schafft, der kommt, nachdem er etwa 1 KM entlang der Hauptstraße gelaufen ist links in das Naturschutzgebiet Alcudia. Hier schlug mein Läuferherz höher. In einem Moor konnten hunderte Vögel beobachtet werden. Meine Laufeinheit war so sehr schön und abwechslungsreich.

Fazit: Das Hotel ist für einen Sporturlaub sehr gut geeignet. Es ist zeitgemäß ausgestattet, u. a. mit kostenlosem W-LAN im Bereich der Rezeption. Die Verpflegung war für mein Begreifen sehr gut und abwechslungsreich. Für Familien ist das Hotel wegen der relativ wenigen Liegeplätze und der fehlenden Strandlage und der fehlenden Animation nicht zu empfehlen.


Die erste Trainingsausfahrt

Blick vom Zimmerbalkon

Port de Alcudia

Cap de Formentor, 1. Plattform (der m. E. schönste Ausblick)

Am Leuchtturm des Cap de Formentor

Leuchtturm Cap de Formentor

Belohnung nach der anstrengenden Tour - Stärkung für die anstehende Laufeinheit

Das Bierchen am Abend darf auch bei Sportlern nicht fehlen - Ein Stück Urlaub


2 Kommentare:

Tina Hennig hat gesagt…

Ein schöner und treffender Bericht unseres "Ferienlagers";-) im nächsten Jahr gibt's hoffentlich ne Fortsetzung

Jens hat gesagt…

Wow - cooler Bericht! Das klingt wirklich nach einem schönen, erfolgreichen, "ganzheitlichen" Sporturlaub!

Läuferweisheit

Läuferweisheit