Freitag, 28. Februar 2014

Das macht Laune, das bringt mich in Form!

Das Training war die letzten Wochen eher so "lala". Wegen anhaltender orthopädischer Probleme, die regelmäßigen Leser meines Blogs wissen um mein Problem mit dem rechten Fuß/ der rechten Ferse, habe ich in den letzten Wochen nur sehr wenig, trainiert. Teilweise habe ich ganze Wochen gar nichts gemacht.
Jetzt wird es langsam wieder besser. Und so lies ich mich nach einem ohnehin schon runden Training gestern wieder zu ein paar Tempointervalle überreden. Danke Michael hierfür. Und so kam ich mit Kraft- Beweglichkeits-, Koordinations- und Lauftraining auf 2 Std. 45 Min. Besser war das Donnerstag-Training auch zu meinen fitten Zeiten nicht. Lediglich bei den Tempointervallen musste ich merken, dass ich etwas an Form verloren habe. 5x800 Meter in je 2 Min 55 Sek (Pace ca. 3:40) war wirklich genug.
Besonders gut gefallen hat mir, dass ich gestern wieder eine etwas größere Trainingsgruppe um mich herum hatte. So fand ich auch die Lust einen ordentlichen Parcours aufzubauen. Dies war ein Mix aus Slalomläufen, Geschicklichkeitsspielen, Balanceübungen, HIIT Einheiten und Lauf-ABC. Aber das Allerbeste: Ich konnte heute morgen aus dem Bett steigen, ohne dass der Fuß schmerzte. Ich sage "Daumen hoch!". Die nächsten Wochen werde ich dennoch gemäßigt trainieren. Auch bekommen zukünftig Ergänzungssportarten sowie Kraft- und Koordiniationsübungen einen höheren Stellenwert in meinem Training.

Samstag, 15. Februar 2014

Motivation in Vollendung - Ein Video

Ihr könnt Euch nicht motivieren? Besser noch: Ihr seid motiviert und möchtet noch mehr? Oder ihr wart motiviert und seid im Moment in einem "Loch"?
Ich verspreche Euch: Schaut Euch dieses Video an und Ihr wollt nur noch:
An die Hantelbank
Auf die das Fahrrad
Auf die Laufstrecke
Ihr wollt... ALLES auf einmal!


Freitag, 14. Februar 2014

Die heißeste Vorlesung Dortmunds

Manche mögen's heiß. Michele Ufer ist erst vor ein paar Wochen zurück vom Namibia Desert, einem extrem anspruchsvollen Etappenlauf. Heute ist er zum Polarkreis und sucht das andere Extrem: Den "Ice-Ultra". Ihn erwarten dabei Temperaturen von bis zu 30 Grad - Minus. Irre der Typ!

Michele behält seine Trainingsmethoden und Tipps nicht für sich. Aber wer mehr erfahren wollte, der musste sich seiner Umgebung anpassen: Am 8. Februar hielt Michele den wohl heißesten Vortrag Dortmund: In der Toskana Sauna im Revierpark Wischlingen.

Ich war dabei und habe ein kleines Video für Euch aufgenommen - mit meinem Iphone!. Viel Spaß bei "Die heißeste Vorlesung Dortmunds" - The hottest lecture in Dortmund.


Mittwoch, 12. Februar 2014

Training in der Eiskammer - Vorbereitung auf einen Etappenlauf am Polarkreis

Michele Ufer mag es heiß. Erst vor wenigen Wochen habe ich darüber berichtet, wie Michele einen hervorragenden vierten Platz beim Desert-Ultra in Namibia belegte. 250 KM Wüste waren dabei zu überwinden.

Jetzt wagt Michele das andere Extrem. Es geht in den kalten Norden, genauer: nach Nordschweden zum "Ice-Ultra".

Dort ist es jetzt Winter. Die Temperaturen betragen ca. 30 Gard - Minus. Und es ist meist dunkel. In Kürze werdet Ihr hier erfahren, wie es Michele in Schweden so ergangen ist.

Jetzt aber schaut Euch erstmal in der WDR Mediathek seinen Ausrüstungstest in einer Kältekammer an, in der ähnliche Temperaturen herrschen:

Foto: WDR Lokalzeit

Transvulcania Ultramarathon

Im Mai ist es wieder so weit. Hunderte Verrückte wagen sich auf den 83 KM langen Kurs mit ca. 4.000 Höhenmetern. Im letzten Jahr entschied Kilian Jornet das Rennen für sich. Bei den Frauen war es Emelie Forsberg. Wer bei diesen Bildern keine Gänsehaut bekommt...

Dieses Jahr werde ich mir La Palma ansehen und wahrscheinlich auch abschnittsweise erlaufen. Der Ultramarathon ist leider, oder zum Glück, bereits ausgebucht.


Sonntag, 2. Februar 2014

Let´s go Running - Kahler Asten Steig und Großer Saukopf

Ein Landschaftslauf vom feinsten. 32 KM und 1.000 Höhenmeter waren angesagt. 30 cm Neuschnee kamen in der Nacht zum Samstag hinzu. Zu Dritt machten wir uns auf den Weg ins Hochsauerland. Wir, das sind Jens Meyer, Thomas Lein und ich, Heiko Thoms.


Von Dortmund nach Langewiese, ein Vorort von Winterberg und unser Startpunkt, waren es ca. 120 KM. Nach rund 90 KM Fahrt konnten wir uns nicht vorstellen, dass uns tatsächlich Schnee erwartet. Das Thermometer zeigte +8 Grad. Doch auf den letzten Kilometern zeigten erst die Bergspitzen ihre weißen Gipfel, dann wurde es auch um uns herum weiß.

WINTERWONDERLAND!
In einer Nebenstraße fanden wir problemlos einen Stellplatz für unseren PKW. Der Wind pfiff um die Nase. Es war kalt und wir standen knöcheltief im Schnee. Zur Stärkung aßen wir noch schnell einen Schokomuffin. Hiervon hatte meine Freundin reichlich gebacken, denn eigentlich wollten wir mit mehr Leuten unterwegs sein. Da 24 Muffins für 3 Personen doch zu viel sind, habe ich gleich welche an nette Typen aus Warendorf verschenkt, die direkt hinter uns parkten und zum "Kite-Boarden" hergekommen waren. Ich wusste gar nicht, dass es das gibt.


Trotz des eisigen Windes entschied ich mich für "nur" drei dünne Schichten. Ein Unterhemd, ein T-Shirt und eine Laufjacke. Mütze und Handschuhe sorgten dann für eine erträgliches Gefühl. Die Schuhwahl viel auf einen Brooks Cascadia. Der relativ schwere Trailschuh leistete auf diesem "langsamen" Lauf gute Dienste. Nach wenigen Kilometern war auch der Körper auf Temperatur und jegliches Kältegefühl war verflogen.




 
 










Die Strecke:
  • Start in Langewiese
  • südlich eine Runde über "großer Saukopf" (WP0)
  • zurück zum Ausgangspunkt Langewiese (mit Kaffee und Kuchen stärken) (WP1)
  • Westlich um den Hömberg
  • Vorbei an der Skihütte Westfeld (Café - Restaurant mit Möglichkeit zum Einkehren, Skischule) (WP2)
  • Weiter Richtung Osten über den "Hinterster hoher Knochen" bis zur "Wetterstation Kahler Asten" (WP3)
  • Vorbei an der Lennequelle (WP4)
  • zurück westlich über den "Vorderster hoher Knochen" (WP5), von dort aus südlich halten zurück zum Ausgangspunkt Langewiese



Aufgrund diverser unfreiwilliger Streckenverlängerungen, das Ablaufen eines GPS Tracks ist in Wirklichkeit gar nicht so einfach, ließen wir den "Vorderster hoher Knochen" aus und wählten einen direkteren Weg nach Langewiese. Wir kamen so trotzdem auf die gewünschten >30 KM und unter den erschwerten Bedingungen heute war das wirklich genug.



Ein Lauf in einer anderen Welt
Ich laufe zwar bei Wind und Wetter. Zugegeben, wenn ich die Wahl habe, meide ich den Schnee lieber. Heute aber sind wir extra weit gefahren, nicht wegen, aber trotz dem Schnee.
Da wir uns im Hochsauerland bewegen und der Name "Kahler Asten" jedem Skifahrer ein Begriff ist, erklärt es sich wohl von selbst, dass wir einige Höhenmeter zu überwinden hatten. Und das ist anstrengend - ohne Schnee. Mit Schnee zieht es einem die Schuhe aus. Wenn Du die Steigungen nicht mehr laufen kannst, gehst Du sie normaler Weise. Bei dem tiefen Schnee hatte ich aber das Gefühl, dass das Gehen noch anspruchsvoller für die Waden ist, als das Laufen. Also liefen wir die Steigungen wo es nur ging.
Gut, dass meine GPS Uhr akkubedingt den Geist aufgegeben hat. So machte ich mir keinen Kopf über das wohl unglaublich langsame Tempo. Warum sollte Tempo auch eine Rolle spielen, wenn die Herausforderung heißt "überhaupt laufen"?
Das macht auch den Charme des Trailrunnings aus. Das gelaufene Tempo tritt in den Hintergrund. Es kommen auf den Läufer ganz andere Herausforderungen zu. Und sei es "nur" die Orientierung im unbekannten Gelände.
Wir hatten bereits 2,5 Stunden und 20 KM hinter uns, da trafen wir auf eine Läuferin, die sich ganz alleine den Weg durch den Schnee suchte. Christine aus Porta-Westfalica hatte weder Wasser noch GPS dabei. Mit einer Karte ausgestattet wollte sie ein, zwei Stunden laufen, während sich ihre Freundinnen auf der Skipiste vergnügten. Aber Christine macht das aus einem ganz bestimmten Grund: Im März will sie den berühmten Hermannslauf im Teutoburger Wald laufen. Christine schloss sich unserer kleinen Gruppe an und lief eine gute Stunde mit uns. Schnell fanden wir Gesprächsthemen, denn auch Thomas und ich wollen am Hermannslauf teilnehmen. Da wir beide den Lauf schon zweimal gelaufen sind, konnte wir Christine ein paar Tipps mit auf den Weg geben. Gemeinsam erklimmen wir den kahlen Asten, danach brachten wir Christine wieder auf den richtigen Weg in Richtung ihres Hotels. Wir waren begeistert und beeindruckt von Christine. Gerne darf sie sich wieder bei uns anschließen. Vielleicht ergibt sich das ja noch mal. Eine Einladung zum LT Bittermark "Ruhrklippenlauf" wird sie noch erhalten ;-).
Auch für uns drei hieß es jetzt nun schnell zurück zum Ausgangspunkt. Dafür schlug Jens einen Weg querfeldein vor. Na ja, Weg ist zuviel gesagt. Eigentlich war da nichts. Aber das sah man wegen des hohen Schnees ja nicht. Dafür sprangen uns aber ein Reh und Hasen über den Weg. An Laufen war bergauf jetzt nicht mehr zu denken. So waren wir alle nicht böse nach rund 4 Stunden zurück am Auto zu sein, in trockene Sachen zu schlüpfen und uns mit einem Haufen Muffins vollzustopfen ehe es nach Hause ging.

Der Tag danach
Es ist erstaunlich, aber ich habe keinen Muskelkater. Obwohl ich gestern doch am Ende meiner Kräfte war, hat die Muskulatur den Tag ohne Probleme überstanden. Vielleicht ist Trailrunning ja die gesündere Art zu laufen?



 





 

 

 



Läuferweisheit

Läuferweisheit