Montag, 11. November 2013

250 KM durch die namibische Wüste - Exclusiv-Interview mit Extremsportler Michele Ufer

Woran denkt Ihr, wenn ich vom Laufen erzähle? Wahrscheinlich an schweißtreibendes Kilometergeschrubbe auf der Straße, nach Luft schnappende Läufer bei einem 10 KM Volklauf, oder die unglaubliche Atmosphäre im Ziel eines großen Citymarathons.

Michele Ufer braucht genau dies nicht. Abseits der Wege trainiert er im Einklang mit sich selbst und der Natur für ganz andere Ziele. Verbissenes Kilometer- und Sekundenzählen sind nämlich gar nicht sein Ding. Abenteuer der besonderen Art dafür umso mehr.

Michele Ufer nahm an Rennen in der Atacama Wüste, in Kappadokien und auf dem Mt. Everest teil. Jetzt reist er in die namibische Wüste um dort eine Strecke von 250 KM zurückzulegen.

Ufers Trainingstipp: Es zählt nicht wie schnell Du unterwegs bist. Die Dauer ist viel entscheidender.

Ich begleitete Ufer einen Tag lang und war überrascht mit welcher Gelassenheit er sich auf seinen nächsten großen Lauf vorbereitet.


Samstag, 9. November 2013

Bittermärker bei der Barbararunde Oberaden

Einmal im Jahr veranstaltet der SUS Oberaden die Barbarunde in Oberaden. Neben einem Kids-Run, Walking und 5 KM Laufen wird die klassische 10 KM Strecke angeboten. Wie in den vergangenen Jahren war der LT-Bittermark Dortmund auch in diesem Jahr zahlreich vertreten und konnte in vielen Altersklassen einen Podiumsplatz ergattern. Auch die Mannschaftswertung der Männer konnte der LT Bittermark für sich entscheiden.

Bilder: Rüdiger Arnold


Manschaftssieg: Michael Orthey, Heiko Thoms, Mathias Kamp

Montag, 4. November 2013

Filmtipp: Sein letztes Rennen

Dieter Hallerforden spielt in einer leidenschaftlich inszenierten Tragikkomödie den in die Jahre gekommenen Ausnahmeathleten und Olympiasieger Paul Averhoff. Längst vorbei sind sie, die tollen Jahre. Paul kann nicht mehr für seine Frau Margot sorgen, die zunehmend unter Schwächeanfälle leidet. Das Einfamilienhaus wird aufgegeben, der Einzug ins Altenheim folgt. Doch hier fühlt sich Paul dem Tod sehr nahe. Allein das Basteln von Kastanienmännchen traut man den Alten noch zu. Als Paul dann plötzlich seine alten Laufschuhe schnürt und durch den Stadtpark joggt, halten ihn die Pfleger für verrückt und fixieren ihn vermeintlich zum eigenen Schutz ans Bett. Doch Paul hat einen eigenen Plan: Er will noch einmal den Berlinmarathon laufen.

Den Machern ist ein Film gelungen, der die Schattenseite des Älterwerdens gut darstellt. Auch der Heimalltag und die Überforderung der unterbesetzten Pfleger wird sehr realistisch dargestellt. Die Geschichte des Paul Averhoff bricht hier eine Lanze und dem Zuschauer ein tolles Unterhaltungsprogramm voll von Witz, Trauer und Hoffnung präsentiert.

Der Film ist für Alle, die Unterhaltung auch jenseits von Action und Science Fiktion suchen, eine klare Empfehlung.

Der Film läuft aktuell (November 2013) im Kino.

Freitag, 1. November 2013

Kultlauf Iserlohn

Der Kultlauf Iserlohn ist ein attraktiver Landschaftslauf über ca. 25 KM mit 600 gut verteilten Höhenmetern. Ohne weiteres könnte dieser Lauf auch als Panoramalauf bezeichnet werden, denn der Ausblick von den Anhöhen lässt das Herz höher schlagen.


Der Lauf, der übrigens bis in die 80er Jahre als Wettkampf ausgetragen wurde, wird heute vom TUS Iserlohn als Jedermannslauf ohne Wettkampfcharakter ausgetragen. Es werden in der Regel 2 geführte Laufgruppen unterschiedlicher Tempi angeboten.

An zwei Stellen werden die Läufer mit Wasser, Cola, Tee und Bananen versorgt. Zurück am Ausgangspunkt erwartet die Läufer außerdem Kaffee, Bier, Kuchen, Schmalzbrote etc. Eine kleine Spende für das Sparschwein sollte fairer Weise eingeplant werden.

Geführter Panaramalauf (Foto: Jens Meyer)

Die drei Gastläufer des LT Bittermark Dortmund freuen sich über
die erstklassige Verpflegung nach dem Lauf (Foto: Jens Meyer)

Getestet - Adidas Adizero Aegis

"Light makes fast" - Damit wirbt der Hersteller. Ich habe den Schuh bereits 2011 auf der Marathonmesse in Wien entdeckt. Nach kurzem Anprobieren war klar: den muss ich ausprobieren.
In diesem Sommer war es dann endlich so weit. Die gut gedienten Wettkampfschuhe haben das Zeitliche gesegnet. Ein neuer Schuh musste her. Da kam es mir sehr gelegen, dass ich diesen Adidas Adizero Aegis weit unter dem empfohlenen Verkaufspreis erstehen konnte.

Mir viel direkt auf, dass der Schuh größer als meine anderen Adidas ausfiel. Ich trage diese in US 11, bzw. EU 45 1/3. Ganz schön groß? Mir passt es gut. Meine "normale" Halbschuhgröße beträgt übrigens 43.

Die anfängliche Skepsis wegen dem viele Platz im Schuh verlor sich schnell wieder. Denn im Schuh rutschte nichts. Rutschfest erwies sich auch die Sohle, die von Continental stammt. Das Werbeversprechen "mehr Grip" wurde also gehalten.




Da der Schuh im Vergleich meiner anderen Schuhe recht flach und wenig gedämpft ist, testete ich ihn zunächst auf 10 KM Trainingsläufen. Als das Gefühl positiv war, sollte der Schuh sich auf den 35 KM Trainingsläufen bewähren. Auch das meisterte der Schuh mit Bravour. Die geringe Dämpfung erwies sich als unproblematisch. Im Gegenteil. Durch die geringe Sprengung begünstigte der Schuh den Mittelfußlauf und machte Lust auf mehr. Mehr Kilometer und mehr Speed.

Einzig bei dem Einsatz, für den er angeschafft wurde, beim Mallorca Marathon, patzte der Schuh. Möglicherweise war aber auch meine Muskulatur noch etwas geschwächt, da ich eine Woche zuvor wegen eines grippalen Effekts nicht laufen konnte. Das viele Kopfsteinpflaster war dann zu viel und ich merkte schon nach 20 KM erste Ermüdungserscheinungen in der Muskulatur.

Fazit: Der Adidas Adizero Aegis ist ein leichter, flacher Trainings-/ und Wettkampfschuh. Bis zur Halbmarathondistanz ist er leichten, trainierten Läufern zu empfehlen. Darüber hinaus sollte man den Schuh schon gut testen. Auch sollte die zu laufende Strecke nicht viel Kopfsteinpflaster enthalten, da die geringe Dämpfung hier schnell zu einer Ermüdung der Muskulatur führt.
Der Schuh ist nicht geeignet für Trailläufe.





Läuferweisheit

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