Sonntag, 29. September 2013

Berlin Marathon: Wilson Kipsang stellt mit 2:03:23 Stunden neuen Weltrekord auf, Florence Kiplagat siegt in 2:21:13, Master-Weltrekord für Irina Mikitenko

Wilson Kipsang hat den 40. BMW BERLIN-MARATHON mit einem Weltrekord gekrönt: Der 31-jährige Kenianer stürmte bei sehr guten Wetterbedingungen nach 2:03:23 Stunden ins Ziel am Brandenburger Tor. Damit unterbot er beim großen Jubiläumsrennen die alte Marke, die sein Landsmann Patrick Makau vor zwei Jahren in Berlin gelaufen war (2:03:38), um 15 Sekunden. Der zweitplatzierte Eliud Kipchoge (Kenia) lief in 2:04:05 auf Rang fünf in der Liste der schnellsten Marathonläufer aller Zeiten. Nie zuvor erreichte ein Athlet eine solche Zeit, ohne das Rennen auch zu gewinnen. Dritter wurde Geoffrey Kipsang (Kenia) in 2:06:26.

Weldrekord in 2:03:23 Wilson Kipsang / Quelle: SCC EVENTS/Jiro Mochizuki

Samstag, 28. September 2013

6 Uhr aufstehen - der lange Lauf

Es ist Samstag 6:39 Uhr. Um 6:00 Uhr ging der Wecker. Ich sitze bei einer Tasse Kaffe am Frühstückstisch. Mehr gibt es nicht. Gleich geht es auf zum langen Dauerlauf. 35 Kilometer - Marathontraining. Am effektifsten sind diese Läufe, wenn man wenig oder keine (nur "Profis") Kohlenhydrate zu sich nimmt. Das trainiert die Fettverbrennung am effektivsten. Dabei ist aber darauf zu achten, dass der Fettverbrennungsbereich nicht überschritten wird. Anfänger laufen hier oft zu schnell.

Wir befinden uns 3 Wochen vor dem Marathon. Heute ist der intensivste unserer langen Dauerläufe angesagt. Im Training für erfahrene Marathonläufer kann man in den langen Dauerlauf die sogenannte "Endbeschleunigung" einbauen. Dabei wird auf den letzten Kilometern versucht das Marathontempo zu treffen. Im Idealfall läuft man hier an der Schwelle zwischen dem aeroben und dem anaeroben Bereich, also so, dass noch keine Sauerstoffschuld eingegangen wird - nur in diesem Bereich ist ein Marathon durchzustehen und diese Schwelle sollte im langen Trainingslauf auch in der Endbeschleunigung nicht überschritten werden, auch wenn es dann nicht zum angestrebten Marathontempo reicht! Man kann hier mit zu viel Ehrgeiz mehr kaputt machen, als gewinnen.

Gelaufen wird heute unser LTB-Phönixseelauf, der natürlich wieder in verschiedenen Laufgruppen angeboten wird. Externe sind wie immer herzlich willkommen. Mein Tempo läuft in der Regel nur noch mein Vereinskamerad Dirk Wolf mit. Unsere Gruppe ist damit recht klein, aber das Treffen vor Ort und die Gesellschaft von Dirk lässt mich die Anreise von über 20 KM schnell vergessen.

Los geht´s! Let´s go Running!

Freitag, 27. September 2013

Wilson Kipsang will das Jubiläum mit einem Weltrekord krönen



Fällt am Sonntag beim 40. BMW BERLIN-MARATHON zum neunten Mal ein Weltrekord? Wilson Kipsang will das Jubiläumsrennen mit 41.120 angemeldeten Läufern aus 119 Nationen (Start 8.45/live in der ARD) mit einer neuen Bestmarke krönen. Sein kenianischer Landsmann Patrick Makau war in Berlin vor zwei Jahren 2:08:38 Stunden gelaufen. Wilson Kipsang hatte diese Marke vier Wochen danach bei seinem Sieg beim BMW Frankfurt-Marathon um gerade einmal vier Sekunden verfehlt. In Berlin will der 31-Jährige nun den Weltrekord angreifen. Die Witterungsbedingungen versprechen jedenfalls gut zu werden: Sonnig bis leicht bewölkt mit 11 Grad zur Startzeit, später bis 15 Grad.
Foto: Jiro Mochizuki/SCC EVENTS

Donnerstag, 26. September 2013

Traildorado: Outdoor Koordinations- und Krafttraining

Wie soll man da wiederstehen, wenn man so nett gefragt wird, ob man einen Praxis-Workshop im Rahmen von Traildorado machen würde. Natürlich mache ich das!

www.traildorado.com


Berlin Marathon: Florence Kiplagat will Jahresweltbestzeit angreifen, Irina Mikitenko peilt Master-Weltrekord an


Logo
Berlin war 2001 der Ort, wo zum ersten Mal eine Frau die Marathon-Distanz unter 2:19 Stunden absolvierte: Naoko Takahashi (Japan), die als Ehrengast zum 40. BMW BERLIN-MARATHON gekommen ist, lief damals 2:19:46 Stunden. Vier weitere Läuferinnen haben seitdem in der deutschen Hauptstadt derartige Zeiten erzielt, der Streckenrekord der Japanerin Mizuki Noguchi steht seit 2005 bei 2:19:12. Am Sonntag (Start: 8.45 Uhr auf der Straße des 17. Juni) ist eine Zeit unter der prestigeträchtigen 2:20-Barriere wiederum das Ziel beim BMW BERLIN-MARATHON. Es wäre zugleich eine Jahresweltbestzeit, denn 2013 ist bisher keine Athletin unter 2:20 gelaufen. Die schnellste Zeit des Jahres erzielte die Kenianerin Priscah Jeptoo mit 2:20:15 im April in London.


Samstag, 21. September 2013

Mallorca Marathon 2013 - noch 4 Wochen

Heute war unser monatlicher Ruhrklippenlauf von meinem Verein LT Bittermark Dortmund angesagt. Dabei sind ca. 400 Höhenmeter auf einer Strecke von 25 KM zu absolvieren. Ein schöner Landschaftslauf, bei dem auch Gäste herzlich willkommen sind. In Dortmund und der Umgebung ist der Ruhrklippenlauf sehr bekannt, so dass regelmäßig zwischen 30 und 50 Läufer am Start sind. Gelaufen wird in geführten Gruppen, so ist für jeden was dabei.

Aus der Gruppe:
... Aber 25 KM sind doch zu kurz für einen "langen Lauf" in der Marathonvorbereitung, den Du doch sonst über 35 KM läufst.
Das ist richtig, aber ich laufe dann entweder schon ein paar Kilometer vorweg oder hänge sie hinten dran, so dass ich auf ca. 35 KM komme. Durch das etwas langsamere Tempo laufe ich dann auch über 3 Stunden, bei dem sonst höheren Tempo ist das Training meist deutlich unter 3 Stunden beendet. Die Belastung und der Trainingseffekt ist dann vergleichbar. Das mache ich bei anderen Läufen am Wochenende auch so. Oft verabrede ich mich auch mit einem Trainingspartner, so dass man die Mehrkilometer zu zweit läuft.

Ich laufe den Ruhrklippenlauf regelmäßig in Gruppe 1 (5:30 Min/KM). Bei dem Streckenprofil reicht die Belastung für einen langen Dauerlauf allemal aus. Im Flachen laufe ich die langen Dauerläufe dann schon etwas schneller, nämlich zwischen 4:50 und 5:00 Min/KM. Tempo trainiere ich in gesonderten Einheiten. Das wären zurzeit Montags die Tempodauerläufe (Tempo ca. 4:10 Min/KM) und Donnerstags die Intervalle (Tempo zw. 3:35 und 3:45 Min/KM, je nach Länge der Intervalle). Das geplante Marathonrenntempo ist dann ca. 4:10 Min/KM, also ca. 2 Std 56 Min.
Die "Ruhrklippen" im Winter

Bis zum Mallorca Marathon sind es jetzt noch 4 Wochen. Das heißt, es wird noch 2 Wochen auf hohem Niveau trainiert, bevor es in die Taperingphase geht. Die Reduzierung von Umfang und Intensität in den letzten beiden Wochen vor dem Marathon ist ein wesentlicher Baustein in der Marathonvorbereitung. Mut zum Nichtstun heißt es hier, denn tatsächlich fühlt man sich in dieser Zeit als "faule Sau", denn der Körper und auch der Kopf wurde in den vergangenen Wochen und Monaten auf Höchstleistung trainiert. Um bei einer Langdistanz wie dem Marathon aber wirklich die bestmögliche Leistung abrufen zu können, muss man erholt an den Start gehen. Für die notwendige Erholung ist völliges Nichtstun aber auch verkehrt. Denn die antrainierte Muskulatur muss erhalten werden, deshalb trainiere ich weiter, aber eben nicht so intensiv.

Dieses Prinzip der Erholung, welches auch regelmäßig im Jahrestrainingsplan berücksichtigt werden sollte, ist Einsteigern sehr schwer beizubringen. Man erzählt, bittet und bettelt. Trotzdem spukt in den Köpfen "viel hilft viel" umher. Das stimmt zwar irgendwo, aber erst in den regelmäßigen Erholungswochen hat der Körper die Chance, sich an die steigende Belastung anzupassen.

Freitag, 13. September 2013

Traildorado: Nur noch 3 Wochen! Nur noch 30 Startplätze!

Der Coundown läuft! Traildorado ist der erste 24 Std. Trailrun Deutschlands. Aber Traildorado ist viel mehr als das. Hier gibt es erfolgreiche Ultra-Trailläufer "zum anfassen". Fast zwei Dutzend Vorträge und Workshops begleiten das Laufevent und machen es damit einfach einmalig und genial!


www.traildorado.com

Mallorca Marathon 2013 - Ich bin dabei!

Ich habe es noch gar nicht erzählt. Es war auch gar nicht so geplant. Ich laufe den Mallorca-Marathon am 20.10.2013.

Damit laufe ich den Mallorca-Marathon bereits zum 4. Mal, jeweils mit einem Jahr Unterbrechung.
Mein letzter Marathon war der Münster Marathon im September 2012, bei dem ich bei einer Hitzeschlacht mit 2 Std. und 59 Minuten knapp unter der begehrten 3 Stunden Marke blieb. Hiermit habe ich die Sub-3Std. bestätigt. Die Zeit reichte für einen zweiten Platz der M35 bei den Westdeutschen Marathon-Meisterschaften 2012. Es war mein 30. offizieller Marathon.  Das erste Mal unter 3 Stunden lief ich in im April 2012 in Wien

Patrick Makau sagt Start beim BMW BERLIN-MARATHON verletzungsbedingt ab

Aufgrund einer Knieverletzung sagte Marathon-Weltrekordler Patrick Makau (Kenia) seinen geplanten Start beim BMW BERLIN-MARATHON am 29. September ab. „Ich hatte gehofft meinen eigenen Weltrekord in Berlin angreifen zu können, muss mich aber jetzt darauf konzentrieren, diese Verletzung erst einmal auszukurieren, bevor ich wieder ins Training einsteigen kann“, äußerte sich Makau. Im Kenyatta National Hospital von Nairobi wurde eine Entzündung im linken Knie diagnostiziert und ihm daraufhin komplette Ruhe verordnet, bis sich die Entzündung gelegt habe.

Sonntag, 8. September 2013

Motorman Run 2013 - Neuenstadt/Kocher

Hinderniss und Crossläufe, verpackt mit jeder Menge Witz. Das habe ich das erste Mal in 2008 und 2009 beim Fishermans Friend Strongman-Run kennengelernt.

Das Laufen mit Witz boomt, wenngleich sich viele dabei gnadenlos überschätzen. Denn Strecken um die 15 KM gespickt mit Hindernissen, das ist nichts für Weicheier!

Neu ist mir der Motorman Run bei Neuenstadt/Kocher. Wenn ich mir dieses Video so ansehe, braucht sich dieser Lauf nicht hinter seinen Konkurrenten verstecken!

Zu nennen wären da:
Möhnesee Lake Run Deutschland
Tough Guy England
Tough Mudder Deutschland, England
Strongman Run Deutschland, Holland Luxembourg
Bravehart Battle Deutschland


Dienstag, 3. September 2013

Trailrunning - Was brauche ich dafür?

Heiko Thoms bei den "4 Trails"
Heiko Thoms bei den "4 Trails"
Trailrunning ist das Laufen abseits befestigter Wege. Häufig werden dabei Strecken weit jenseits der Marathondistanz zurückgelegt. Es gibt auch viele Mehrtages-Etappenläufe, wie die Salomon 4 Trails, bei denen ich letztes Jahr mit meinem Teampartner Jens Meyer in 4 Tagen, von Garmisch (Deutschland) nach Samnaun (Schweiz), über die Alpen gelaufen bin.
Eine ebenfalls sehr spannende Geschichte ist TRAILDORADO, der erste 24 Stunden Traillauf Deutschlands. In Schwerte bei Dortmund können sich Anfänger und international erfolgreiche Trailläufer miteinander messen, oder vielmehr austauschen. Denn, auch wenn jeder so lange und so viel laufen kann wie er möchte, herrscht bei Ultradistanzen eine für den Straßenlauf untypisch entschleunigte Gelassenheit. Nur zu gerne geben die Profis ihr Wissen und ihre Leidenschaft an Interessierte weiter. Genau zu diesem Zweck ist bei Traildorado auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen und Praxisworkshops vorgesehen, bei dem vornehmlich teilnehmende Läufer zum Vortragsteam gehören. Weitere Infos: www.traildorado.com.

Trailrunning wird jedoch keinesfalls nur im Wettkampf betrieben. Bei meinen Ausflügen im Urlaub habe ich zum Beispiel an einem Tag halb Gran Canaria durchlaufen oder ganz Menorca umrundet.

Zum Trailrunning gehört, neben einer guten Grundkondition, selbstverständlich auch eine gute Ausrüstung. Es bedarf schon spezieller Schuhe mit ordentlichem Profil. Ist man in den Bergen unterwegs, sollte man sich auch im Sommer darauf einstellen, dass die Temperaturen auf über 2.500 Meter schon mal um die 0 Grad betragen können. Warme Kleidung (Handschuhe, Mütze, Jacke), die gleichzeitig wasserabweisend ist und zudem ein nur minimales Gewicht aufweist, gehört hier ins Gepäck. Ebenfalls zum Pflichtpaket gehört ein Rucksack mit mindestens 1,5 Liter Trinkblase, sowie einige Energieriegel oder Gels. Da man sich im Gelände schnell verletzten kann, sollte ein Verbandspäckchen und ein Mobiltelefon mitgeführt werden. Eine gute Routenplanung nebst. Kartenmaterial ist ja wohl selbsterklärend. Viele Läufer bevorzugen spezielle Stöcke, die sie bei steilen An- und Abstiegen unterstützen. Sollte die Tour länger dauern und auch nur ansatzweise die Möglichkeit bestehen, nicht vor der Dämmerung zurück zu sein, muss unbedingt eine Stirnlampe mitgeführt werden. Draußen in der Natur gibt es keine künstliche Beleuchtung. Es ist schneller dunkel, als in der Stadt und die Wege sind oft nicht gerade einfach zu laufen.

Ein gut aufgestellter Online-Shop, wo Ihr alles bekommt was Ihr braucht, ist zum Beispiel "Bergzeit.de".

Update vom 13.06.2016:

Die SEO Reihe von LED Lenser ist neuer und hat sehr gute LEDs. Ich benutze die SEO 5 und bin seh zufrieden, selbst im dunklen Wald. Wer es noch heller mag, der greift zur SEO 7. Lediglich wer vor hat nachts über die Alpen zu laufen braucht vielleicht etwas mehr Licht.

LED-Lenser SEO 7R LED Stirnlampe wiederaufladbar 6107-R

Sonntag, 1. September 2013

Transalpin Run 2013 - Jens Meyer tut es schon wieder

Gespannt sitzte ich von meinem Laptop und verfolge die letzten Bilder, Kommentare, ja sogar die aktuelle GPS Position von Jens Meyer.
Jens, mein Freund und Trainingspartner ist dieses Jahr bereits das dritte Mal in Folge beim Transalpin-Run, einem der härtesten Etappenrennen der Welt, bei dem in 8 Tagen 4 die Alpen durchlaufen werden.

Dank modernster Technik sendet er noch während der jeweiligen Etappen Bilder und seine aktuelle Postition. Die schönsten Bilder stelle ich hier vor.


Tag 1: Oberstorf - Wankalm - Fiderscharte - Mindelheimer Hütte - Schrofenpass - Warth -  Lech
34,5 Km, 2.083 HM Aufstieg, 1.469 Meter Abstieg.

Der erste Tag begann für das Team Jens Meyer und Frank Eickmann gleich mit einem Schrecken. Nach dem ersten Berg folgte der erste steile Abstieg. Auf dem rutschigen Boden stürzte Frank und zog sich einige Schürfwunden und leichte Prellungen zu. Dank seiner guten koordinativen Fähigkeiten, Jens bescheinigt ihm die Haltungnote 1a ;-) konnte er jedoch schlimmeres vermeiden und das Team schaffte es mit Verzögerung noch ins Ziel.

Jens Meyer, Jutta Wesselmann, Frank Eickmann (v.l.) 





Läuferweisheit

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