Mittwoch, 20. März 2013

Wer qäult sich schon gerne? Oder: Wie Laufgruppen motivieren können

Trainingsfortschritte werden durch Trainingsreize und die anschließende Regeneration erzielt. Folgen die Trainingsreize zu dicht aufeinander, also berücksichtigt man die erforderliche Regenerationszeit nicht, stagniert die Leistung oder sie geht sogar zurück. Das ist kein unheilbarer Zustand. Schließlich erholt man sich auch von einem mehrtägigen Etappenlauf.
Wir Läufer setzten idealerweise 2-3 ordentliche Trainingsreize in der Woche. Diese bestehen aus einem 10-15 KM Tempodauerlauf an der Aeroben Schwelle, einem Intervalltraining, bei dem die Belastung so hoch ist, dass sie nur noch mit Pausen (Intervallen) sinnvoll ist (>90 % der max. Herzfrequenz) und einem langen Dauerlauf von 2-3,5 Stunden. Wer mehr als dreimal die Woche läuft, sollte dies im betont langsamen Tempo tun. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Regenerationszeit bis zur nächsten intensiven Belastung nicht ausreicht. Das geforderte Tempo kann nicht mehr gelaufen werden.



Das Training der drei vorgenannten Kerneinheiten macht viel mehr Spaß, wenn man einen oder mehrere Trainingspartner hat. So kommt auch die soziale Komponente nicht zu kurz. Denn wenn wir ehrlich sind, verlangt das Laufen dem ambitionierten Läufer einiges ab – körperlich, seelisch, aber auch: zeitlich.
Gestern war ich mit meiner Laufgruppe vom LT Bittermark wie jeden Dienstag im Dortmunder Süden unterwegs. Da ich verletzungsbedingt den ganzen Winter nur sehr wenig trainieren konnte, war ich der Schwächste in der Gruppe. Dazu muss man allerdings sagen, dass ich das Tempo von gestern nur zu meinen besten Zeiten laufen konnte. Also hieß es für mich auf die Zähne beißen und durch. Ohne die Laufgruppe wäre ich sicher nicht zu dieser Höchstleistung fähig gewesen. Dafür heißt es heute wirklich ruhiges Tempo anzugehen. Der Trainingseffekt dürfte sich in wenigen Tagen positiv bemerkbar machen.
Das Training gestern hätte ich doch fast ausfallen lassen. Auf dem Weg zum Treffpunkt überraschte mich ein extremer Hagelschauer. Wäre ich nicht verabredet gewesen, wäre ich wahrscheinlich nach Hause gefahren. Zur Belohnung brach der Himmel pünktlich zum Laufbeginn auf und wir wurden mit frischer Luft und ein paar Sonnenstrahlen, wenn auch bei 3 Grad Celsius, belohnt.

3 Kommentare:

Daniel Matloddy hat gesagt…

So eine Laufgruppe, der die Leistungsdichte ziemlich eng zusammen liegt, ist schon ziemlich förderlich. Das hab ich bei mir im Vergleich zu einem Bekannten gesehen. Er ist in einer richtig tollen Truppe und ich leider Einzelkämpfer. Seine Leistungssteigerung war besser.
Von der Leistung mal abgesehen, es macht einfach viel mehr Spaß :)

Gruß
Daniel

Heiko Thoms hat gesagt…

Hallo Daniel,

dann möchte ich Dich doch einmal ganz herzlich einladen, uns beim Training zu besuchen. Wir treffen uns zum Beispiel Dienstags um 18 Uhr an der Kirchhörder Str. 101 in Dortmund (großer Parkplatz vor dem Augustinum). Du kannst uns da gar nicht verfehlen. Aber Achtung: Es wird pünktlich losgelaufen!

Ich selbst werde am kommenden Dienstag nach zwei intensiven Wochen eine Gruppe langsamer laufen. Das bedeutet 5:30 Min/KM bei ordentlichen Höhenmetern.

Vielleicht schaust Du ja mal unverbindlich vorbei. Mehr Infos: www.lt-bittermark.de

Daniel Matloddy hat gesagt…

Danke für die Einladung !

Läuferweisheit

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