Samstag, 1. Dezember 2012

Probleme mit dem Fersenansatz / Achillessehne

Seit Juni diesen Jahres habe ich das Problem nun. Dieser Anlaufschmerz an der rechten Ferse, beziehungsweise dem Achillessehnenansatz.

Zwischenzeitlich hatte sich das „Problem“ sogar soweit gebessert, dass ich im Juli einen 4-tägigen Etappenlauf (160KM, 9.800 HM) bestreiten konnte. Danach ging es mir sogar so gut, dass ich den Münster Marathon im September laufen konnte.

Doch schon zum Ende des Marathontrainings zeigte sich, dass es langsam zu viel wird.

Im Urlaub war nicht mehr in der Lage schmerzfrei zum Abendessen zu gehen.

Zwar hat mich das nicht davon abgehalten, in unserem Urlaub im Oktober die Insel Menorca im Laufschritt komplett zu umrunden (6 Tagesetappen zw. 22 und 40 KM). Nach dem Urlaub war allerdings erst einmal eine lange Regenerationspause erforderlich. Schon zwischen den Etappen war ich nicht in der Lage, mich schmerzfrei von der Sonnenliege zum Speisesaal zu bewegen. Intensives Dehnen Wadenmuskulatur (u. a. an der Treppenstufe) schaffte zwar sofortige Linderung, diese hielt aufgrund der intensiven Reizung aber nur bis zur nächsten langen Pause.


Was geholfen hat

Erst die drastische Reduzierung des Trainings Umfangs und der Intensität, Verbunden mit einem intensiven Kraft Training und Stretching, sowie Salben brachte Besserung.
Nach dem Urlaub stand also erst einmal eine lange Regenerationspause an. Ich reduzierte mein Laufpensum von bisher 100-130 Wochenkilometer auf 25-35 Wochenkilometer. Schnelle Läufe wurden auch komplett gestrichen. Ich wollte ja nur etwas „am Ball“ bleiben.

Die Reduzierung des Umfangs kombinierte ich mit intensiven Kraft und Beweglichkeitstraining. Stand dieses bisher 1 Std. die Woche auf dem Plan, machte ich es nun 3-5 mal die Woche. Zum Abschluss wurde stets kräftig gedehnt – und nicht nur die Ferse! Hierfür nahm ich mir alleine 10-15 Min Zeit.
Weiter unterstützte mich ein guter Bekannter Max, alias„Barefoot Mecki“, mit weiteren Tipps und auch mit selbst angerührter Salbe.

Inzwischen, am 1.12.2012, habe ich seit etwa sechs Wochen den Schongang eingelegt.

Ich hoffe die Verletzung ist ausgeheilt, heute versuche ich einen etwas schnelleren Lauf beim Herdecker Nikolaus Lauf hinzulegen. Eine Bestzeit wird es sicherlich nicht werden, dafür fehlt mir die Intensität und die Umfänge in den letzten Wochen einfach.

Ich bin aber schon zufrieden, wenn ich morgen schmerzfrei aufstehen kann.


Nachtrag vom 2.12.2012Aufstehen und… oh, eigentlich merke ich gar nichts, oder doch? Eigentlich spüre ich keine Schmerzen. Der Körper ist aber so sensibel, dass ich jede Bewegung wahrnehme. Oder war da doch ein Zwicken in der Ferse? Ich glaube, ich sollte noch 2, 3 Wochen Vorsicht walten lassen, bevor ich wieder richtig Gas gebe.

Ach ja, der Nikolauslauf. Ich bin sehr zufrieden. Die Form habe ich gut gehalten. 38:07 Minuten auf 9,6 Kilometer. Das macht auf 10 KM umgerechnet 39:45 Min. Voll ok, finde ich :-)
Ich blieb damit zwar noch etwa eine Minute hinter meinen Vereinskameraden Thomas Lein und Jens Meyer, in der Teamwertung belegten wir aber zu Dritt einen respektablen 5. Platz bei dem stark besetzten Feld. Und wenn ich so schnell laufen kann, wenn ich mich in der Regenerationsphase befinde… wie schnell kann ich dann wohl laufen, wenn ich wieder richtig los lege?

Läuferweisheit

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