Montag, 24. Dezember 2012

Ein Sturz im Wald

Was keiner wirklich braucht, ist eine Verletzung, welcher Art auch immer.

Vor nun einer Woche bin ich bei einem Lauf gestürzt. Ich war auf einer Fortbildung und wollte abends noch laufen gehen. Auf dem Rückweg wollte ich durch einen Wald abkürzen. Querfeldein, abseits der Wege. Ich bin ja schließlich ein "Trailrunner", dachte ich mir.

Auf einem nassen, mit Laub bedeckten Stein bin ich dann ausgerutscht und es zog mir die Füße weg. Reflexartig drehte ich mich zur rechten Seite um den Sturz abzufangen. Dabei kam ich mit dem Arm so ungünstig auf, dass der Arm eine hässliche Platzwunde hatte. Der ganze rechte Arm und der Ärmel der Jacke war blutverschmiert, als ich wieder zurück war.

Im Krankenhaus wird der Arm nun täglich versorgt und es wird immer noch etwa eine Woche dauern, bis alles verheilt ist. Ich habe nun schon den dritten behandelnden Arzt und immer noch heißt es Sportverbot :-(

Warum ich das erzähle:
Wie dumm ist es eigentlich, fern der Heimat in unbekannten Gebieten im Dunkeln durch den Wald zu laufen, abseits der Wege. Dumm ist es auch, kein Handy mitzunehmen und niemanden zu sagen, wo und wie lange man ungefähr hinmöchte. Aber so ist die Praxis halt. Mindestens das mit dem Handy kann man aber schnell ändern. und eine Mullbinde für Notfälle ist doch auch schnell eingepackt.
Gute Vorsätze für das neue Jahr?

Samstag, 22. Dezember 2012

Wahl zum Dortmunder Sportler des Jahres 2012

Es kann noch abgestimmt werden!

In diesem Jahr ist es für mich ein besonderes Vergnügen, die Wahl zum Dortmunder Sportler des Jahres zu verfolgen. Denn in diesem Jahr ist mein Freund und Trainingspartner Jens Meyer (www.motivatedbynature.eu) nominiert. Da steht es für mich natürlich außer Frage, für wen ich abstimme.

Jens sagte zur Nominierung: "Ich habe erstmal bei Radio 91,2 angerufen und nachgefragt, ob die sich vertan haben". So ist er, unser Jens. Zweifelsohne war dieses Jahr ein Sahnehäubchen in seiner sportlichen Laufbahn. Im Juli die Salomon 4Trails (4 Tage, 160, KM 3 Länder) und im September der TransAlpinRun (8 Tage 320 KM, ebenfalls 3 Länder). Daneben erreichte Jens fantasische Platzierungen auf den "kürzeren Distanzen" beim Rothaarsteig-Marathon und dem 1. Phönixsee Halbmarathon in Dortmund. Alle Läufe aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Für mich ist das Besondere, ich habe Jens in diesem Jahr in vielen Situationen und Läufen begleiten dürfen.

Jens Meyer Video-Spot:
http://www.radio912.de/aktionen/sportlerwahl/art921,551059

Jens Meyer Radio-Spot:
http://www.radio912.de/audiothek/art757,552039

Alle Nominierten:
http://www.radio912.de/aktionen/sportlerwahl/


Abgestimmt werden kann hier:
http://www.ruhrnachrichten.de/sport/specials/sportlerwahl-2012/art115096,1476473



Montag, 10. Dezember 2012

Woran man merkt, dass es mit der Gesundheit wieder bergauf geht...

Ich klagte ja neulich über die langanhaltenden Beschwerden an meiner rechten Ferse / Achillessehnenansatz. Ich bin seit ein paar Wochen fast beschwerdefrei und vergesse hin und wieder die "Problemzone". Allerdings habe ich auch die Belastung derselben extrem reduziert.

Am letzten Freitag wollte ich nach der Arbeit noch gemütlich laufen gehen. Nichts wildes. 90 Minuten etwa, soviel kann ich mir inzwischen schon wieder zumuten - im langsamen Tempo. Entsprechend viel auch meine Schuhwahl auf den wenig gedämpften Nike free...

Dann gingen die Pferde mit mir durch. Anstatt betont langsam zu laufen, ließ ich meine Beine gewähren. Das anfängliche Aufwärmtempo betrug schon 4:50 Min/KM. Nachdem alle System voll im Gang waren, wurde ich unbewusst immer schneller. Irgendwann lief ich an der Aeroben Schwelle und bremste mich nur durch zwei selbsterlegte Auflagen:
1. Die Atmung muss noch relativ "flach" bleiben (keine Schnappatmung) und
2. Ein einmal angeschlagenes Tempo muss (mindestens) bis zum Ende durchgehalten werden.
Begeister war ich, dass ich die letzten 5 Kilometer im Pace 4:13 Min/KM lief. für die Gesamtstrecke von 20 KM brauchte ich 1 Std. und 31 Minuten (Durschnitt ca. 4:32 Min/KM).

Solche "an der Schwelle" gelaufenen Trainingseinheiten machen wenig Sinn und sollten nicht zu oft in den Trainingsplan eingebaut werden. Da sind wir (mein Vereinskollege Dirk Wolf und ich) uns einig. Sie sind zu schnell für ein optimales Fettstoffwechseltraining und zu langsam für das Tempotraining. Ab und zu sind sie jedoch erlaubt, weil sie eine Standortbestimmung sind und unwahrscheinlich viel Spaß machen.

Montag, 3. Dezember 2012

Wochenendspaziergang mit Geocaching und „Trail-Schau“

Ja, das Wochenende war wirklich schön. Ich war mit Katrin am Sonntag noch im Gysenbergpark zum Geocachen. Dort habe ich coole Trails ausfindig gemacht. Jetzt muss ich nur noch mal auf GPSies ausmessen, ob sich hier auch eine schöne Strecke von der Länge her realisieren lässt. Denn so groß ist der schöne Park nicht, er hat aber viele Interessante Querverbindungen, die sich für Up- und Downhills perfekt eignen ;-)




Sonntag, 2. Dezember 2012

Menorca Trail 2012 - Trailer

Der Trailer zu meinem Menorca Trail Video ist online!

6 Tage und 190 KM in 3 Minuten zusammengefasst.
Die Langversion geht über 30 Minuten und wird bei entsprechender Nachfrage gerne vorgeführt.

Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Video:


Samstag, 1. Dezember 2012

Probleme mit dem Fersenansatz / Achillessehne

Seit Juni diesen Jahres habe ich das Problem nun. Dieser Anlaufschmerz an der rechten Ferse, beziehungsweise dem Achillessehnenansatz.

Zwischenzeitlich hatte sich das „Problem“ sogar soweit gebessert, dass ich im Juli einen 4-tägigen Etappenlauf (160KM, 9.800 HM) bestreiten konnte. Danach ging es mir sogar so gut, dass ich den Münster Marathon im September laufen konnte.

Doch schon zum Ende des Marathontrainings zeigte sich, dass es langsam zu viel wird.

Im Urlaub war nicht mehr in der Lage schmerzfrei zum Abendessen zu gehen.

Zwar hat mich das nicht davon abgehalten, in unserem Urlaub im Oktober die Insel Menorca im Laufschritt komplett zu umrunden (6 Tagesetappen zw. 22 und 40 KM). Nach dem Urlaub war allerdings erst einmal eine lange Regenerationspause erforderlich. Schon zwischen den Etappen war ich nicht in der Lage, mich schmerzfrei von der Sonnenliege zum Speisesaal zu bewegen. Intensives Dehnen Wadenmuskulatur (u. a. an der Treppenstufe) schaffte zwar sofortige Linderung, diese hielt aufgrund der intensiven Reizung aber nur bis zur nächsten langen Pause.


Was geholfen hat

Erst die drastische Reduzierung des Trainings Umfangs und der Intensität, Verbunden mit einem intensiven Kraft Training und Stretching, sowie Salben brachte Besserung.
Nach dem Urlaub stand also erst einmal eine lange Regenerationspause an. Ich reduzierte mein Laufpensum von bisher 100-130 Wochenkilometer auf 25-35 Wochenkilometer. Schnelle Läufe wurden auch komplett gestrichen. Ich wollte ja nur etwas „am Ball“ bleiben.

Die Reduzierung des Umfangs kombinierte ich mit intensiven Kraft und Beweglichkeitstraining. Stand dieses bisher 1 Std. die Woche auf dem Plan, machte ich es nun 3-5 mal die Woche. Zum Abschluss wurde stets kräftig gedehnt – und nicht nur die Ferse! Hierfür nahm ich mir alleine 10-15 Min Zeit.
Weiter unterstützte mich ein guter Bekannter Max, alias„Barefoot Mecki“, mit weiteren Tipps und auch mit selbst angerührter Salbe.

Inzwischen, am 1.12.2012, habe ich seit etwa sechs Wochen den Schongang eingelegt.

Ich hoffe die Verletzung ist ausgeheilt, heute versuche ich einen etwas schnelleren Lauf beim Herdecker Nikolaus Lauf hinzulegen. Eine Bestzeit wird es sicherlich nicht werden, dafür fehlt mir die Intensität und die Umfänge in den letzten Wochen einfach.

Ich bin aber schon zufrieden, wenn ich morgen schmerzfrei aufstehen kann.


Nachtrag vom 2.12.2012Aufstehen und… oh, eigentlich merke ich gar nichts, oder doch? Eigentlich spüre ich keine Schmerzen. Der Körper ist aber so sensibel, dass ich jede Bewegung wahrnehme. Oder war da doch ein Zwicken in der Ferse? Ich glaube, ich sollte noch 2, 3 Wochen Vorsicht walten lassen, bevor ich wieder richtig Gas gebe.

Ach ja, der Nikolauslauf. Ich bin sehr zufrieden. Die Form habe ich gut gehalten. 38:07 Minuten auf 9,6 Kilometer. Das macht auf 10 KM umgerechnet 39:45 Min. Voll ok, finde ich :-)
Ich blieb damit zwar noch etwa eine Minute hinter meinen Vereinskameraden Thomas Lein und Jens Meyer, in der Teamwertung belegten wir aber zu Dritt einen respektablen 5. Platz bei dem stark besetzten Feld. Und wenn ich so schnell laufen kann, wenn ich mich in der Regenerationsphase befinde… wie schnell kann ich dann wohl laufen, wenn ich wieder richtig los lege?

Läuferweisheit

Läuferweisheit