Montag, 24. Dezember 2012

Ein Sturz im Wald

Was keiner wirklich braucht, ist eine Verletzung, welcher Art auch immer.

Vor nun einer Woche bin ich bei einem Lauf gestürzt. Ich war auf einer Fortbildung und wollte abends noch laufen gehen. Auf dem Rückweg wollte ich durch einen Wald abkürzen. Querfeldein, abseits der Wege. Ich bin ja schließlich ein "Trailrunner", dachte ich mir.

Auf einem nassen, mit Laub bedeckten Stein bin ich dann ausgerutscht und es zog mir die Füße weg. Reflexartig drehte ich mich zur rechten Seite um den Sturz abzufangen. Dabei kam ich mit dem Arm so ungünstig auf, dass der Arm eine hässliche Platzwunde hatte. Der ganze rechte Arm und der Ärmel der Jacke war blutverschmiert, als ich wieder zurück war.

Im Krankenhaus wird der Arm nun täglich versorgt und es wird immer noch etwa eine Woche dauern, bis alles verheilt ist. Ich habe nun schon den dritten behandelnden Arzt und immer noch heißt es Sportverbot :-(

Warum ich das erzähle:
Wie dumm ist es eigentlich, fern der Heimat in unbekannten Gebieten im Dunkeln durch den Wald zu laufen, abseits der Wege. Dumm ist es auch, kein Handy mitzunehmen und niemanden zu sagen, wo und wie lange man ungefähr hinmöchte. Aber so ist die Praxis halt. Mindestens das mit dem Handy kann man aber schnell ändern. und eine Mullbinde für Notfälle ist doch auch schnell eingepackt.
Gute Vorsätze für das neue Jahr?

Samstag, 22. Dezember 2012

Wahl zum Dortmunder Sportler des Jahres 2012

Es kann noch abgestimmt werden!

In diesem Jahr ist es für mich ein besonderes Vergnügen, die Wahl zum Dortmunder Sportler des Jahres zu verfolgen. Denn in diesem Jahr ist mein Freund und Trainingspartner Jens Meyer (www.motivatedbynature.eu) nominiert. Da steht es für mich natürlich außer Frage, für wen ich abstimme.

Jens sagte zur Nominierung: "Ich habe erstmal bei Radio 91,2 angerufen und nachgefragt, ob die sich vertan haben". So ist er, unser Jens. Zweifelsohne war dieses Jahr ein Sahnehäubchen in seiner sportlichen Laufbahn. Im Juli die Salomon 4Trails (4 Tage, 160, KM 3 Länder) und im September der TransAlpinRun (8 Tage 320 KM, ebenfalls 3 Länder). Daneben erreichte Jens fantasische Platzierungen auf den "kürzeren Distanzen" beim Rothaarsteig-Marathon und dem 1. Phönixsee Halbmarathon in Dortmund. Alle Läufe aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Für mich ist das Besondere, ich habe Jens in diesem Jahr in vielen Situationen und Läufen begleiten dürfen.

Jens Meyer Video-Spot:
http://www.radio912.de/aktionen/sportlerwahl/art921,551059

Jens Meyer Radio-Spot:
http://www.radio912.de/audiothek/art757,552039

Alle Nominierten:
http://www.radio912.de/aktionen/sportlerwahl/


Abgestimmt werden kann hier:
http://www.ruhrnachrichten.de/sport/specials/sportlerwahl-2012/art115096,1476473



Montag, 10. Dezember 2012

Woran man merkt, dass es mit der Gesundheit wieder bergauf geht...

Ich klagte ja neulich über die langanhaltenden Beschwerden an meiner rechten Ferse / Achillessehnenansatz. Ich bin seit ein paar Wochen fast beschwerdefrei und vergesse hin und wieder die "Problemzone". Allerdings habe ich auch die Belastung derselben extrem reduziert.

Am letzten Freitag wollte ich nach der Arbeit noch gemütlich laufen gehen. Nichts wildes. 90 Minuten etwa, soviel kann ich mir inzwischen schon wieder zumuten - im langsamen Tempo. Entsprechend viel auch meine Schuhwahl auf den wenig gedämpften Nike free...

Dann gingen die Pferde mit mir durch. Anstatt betont langsam zu laufen, ließ ich meine Beine gewähren. Das anfängliche Aufwärmtempo betrug schon 4:50 Min/KM. Nachdem alle System voll im Gang waren, wurde ich unbewusst immer schneller. Irgendwann lief ich an der Aeroben Schwelle und bremste mich nur durch zwei selbsterlegte Auflagen:
1. Die Atmung muss noch relativ "flach" bleiben (keine Schnappatmung) und
2. Ein einmal angeschlagenes Tempo muss (mindestens) bis zum Ende durchgehalten werden.
Begeister war ich, dass ich die letzten 5 Kilometer im Pace 4:13 Min/KM lief. für die Gesamtstrecke von 20 KM brauchte ich 1 Std. und 31 Minuten (Durschnitt ca. 4:32 Min/KM).

Solche "an der Schwelle" gelaufenen Trainingseinheiten machen wenig Sinn und sollten nicht zu oft in den Trainingsplan eingebaut werden. Da sind wir (mein Vereinskollege Dirk Wolf und ich) uns einig. Sie sind zu schnell für ein optimales Fettstoffwechseltraining und zu langsam für das Tempotraining. Ab und zu sind sie jedoch erlaubt, weil sie eine Standortbestimmung sind und unwahrscheinlich viel Spaß machen.

Montag, 3. Dezember 2012

Wochenendspaziergang mit Geocaching und „Trail-Schau“

Ja, das Wochenende war wirklich schön. Ich war mit Katrin am Sonntag noch im Gysenbergpark zum Geocachen. Dort habe ich coole Trails ausfindig gemacht. Jetzt muss ich nur noch mal auf GPSies ausmessen, ob sich hier auch eine schöne Strecke von der Länge her realisieren lässt. Denn so groß ist der schöne Park nicht, er hat aber viele Interessante Querverbindungen, die sich für Up- und Downhills perfekt eignen ;-)




Sonntag, 2. Dezember 2012

Menorca Trail 2012 - Trailer

Der Trailer zu meinem Menorca Trail Video ist online!

6 Tage und 190 KM in 3 Minuten zusammengefasst.
Die Langversion geht über 30 Minuten und wird bei entsprechender Nachfrage gerne vorgeführt.

Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Video:


Samstag, 1. Dezember 2012

Probleme mit dem Fersenansatz / Achillessehne

Seit Juni diesen Jahres habe ich das Problem nun. Dieser Anlaufschmerz an der rechten Ferse, beziehungsweise dem Achillessehnenansatz.

Zwischenzeitlich hatte sich das „Problem“ sogar soweit gebessert, dass ich im Juli einen 4-tägigen Etappenlauf (160KM, 9.800 HM) bestreiten konnte. Danach ging es mir sogar so gut, dass ich den Münster Marathon im September laufen konnte.

Doch schon zum Ende des Marathontrainings zeigte sich, dass es langsam zu viel wird.

Im Urlaub war nicht mehr in der Lage schmerzfrei zum Abendessen zu gehen.

Zwar hat mich das nicht davon abgehalten, in unserem Urlaub im Oktober die Insel Menorca im Laufschritt komplett zu umrunden (6 Tagesetappen zw. 22 und 40 KM). Nach dem Urlaub war allerdings erst einmal eine lange Regenerationspause erforderlich. Schon zwischen den Etappen war ich nicht in der Lage, mich schmerzfrei von der Sonnenliege zum Speisesaal zu bewegen. Intensives Dehnen Wadenmuskulatur (u. a. an der Treppenstufe) schaffte zwar sofortige Linderung, diese hielt aufgrund der intensiven Reizung aber nur bis zur nächsten langen Pause.


Was geholfen hat

Erst die drastische Reduzierung des Trainings Umfangs und der Intensität, Verbunden mit einem intensiven Kraft Training und Stretching, sowie Salben brachte Besserung.
Nach dem Urlaub stand also erst einmal eine lange Regenerationspause an. Ich reduzierte mein Laufpensum von bisher 100-130 Wochenkilometer auf 25-35 Wochenkilometer. Schnelle Läufe wurden auch komplett gestrichen. Ich wollte ja nur etwas „am Ball“ bleiben.

Die Reduzierung des Umfangs kombinierte ich mit intensiven Kraft und Beweglichkeitstraining. Stand dieses bisher 1 Std. die Woche auf dem Plan, machte ich es nun 3-5 mal die Woche. Zum Abschluss wurde stets kräftig gedehnt – und nicht nur die Ferse! Hierfür nahm ich mir alleine 10-15 Min Zeit.
Weiter unterstützte mich ein guter Bekannter Max, alias„Barefoot Mecki“, mit weiteren Tipps und auch mit selbst angerührter Salbe.

Inzwischen, am 1.12.2012, habe ich seit etwa sechs Wochen den Schongang eingelegt.

Ich hoffe die Verletzung ist ausgeheilt, heute versuche ich einen etwas schnelleren Lauf beim Herdecker Nikolaus Lauf hinzulegen. Eine Bestzeit wird es sicherlich nicht werden, dafür fehlt mir die Intensität und die Umfänge in den letzten Wochen einfach.

Ich bin aber schon zufrieden, wenn ich morgen schmerzfrei aufstehen kann.


Nachtrag vom 2.12.2012Aufstehen und… oh, eigentlich merke ich gar nichts, oder doch? Eigentlich spüre ich keine Schmerzen. Der Körper ist aber so sensibel, dass ich jede Bewegung wahrnehme. Oder war da doch ein Zwicken in der Ferse? Ich glaube, ich sollte noch 2, 3 Wochen Vorsicht walten lassen, bevor ich wieder richtig Gas gebe.

Ach ja, der Nikolauslauf. Ich bin sehr zufrieden. Die Form habe ich gut gehalten. 38:07 Minuten auf 9,6 Kilometer. Das macht auf 10 KM umgerechnet 39:45 Min. Voll ok, finde ich :-)
Ich blieb damit zwar noch etwa eine Minute hinter meinen Vereinskameraden Thomas Lein und Jens Meyer, in der Teamwertung belegten wir aber zu Dritt einen respektablen 5. Platz bei dem stark besetzten Feld. Und wenn ich so schnell laufen kann, wenn ich mich in der Regenerationsphase befinde… wie schnell kann ich dann wohl laufen, wenn ich wieder richtig los lege?

Dienstag, 27. November 2012

Video Sonnenbrille von Technaxx

Was es nicht alles gibt!

Videoaufnahmen beim Sport (oder für "Spionage Zwecke"?)

Über die Qualität kann ich leider nichts sagen, da ich die Brille nicht selber besitze.

Sonntag, 25. November 2012

Urlaubsfeeling "um die Ecke" in Herdecke



Danke Jesko, für die tolle Einladung zum gemütlichen Trail-Laufen!
Einfach herrlich, wie schön wir es doch haben. Urlaubsfeeling quasi vor der Haustür!




Donnerstag, 22. November 2012

Neuer Marathon im Ruhrgebiet​: Am 12. Mai feiert der VIVAWEST-M​arathon Premiere - Jetzt vergünstig​t anmelden

Offizielle Pressemitteilung vom 23.11.2012: Liebe Lauffreunde, am 12. Mai 2013 feiert der VIVAWEST-Marathon seine Premiere. Der neue Lauf verbindet die vier Revierstädte Gelsenkirchen, Essen, Bottrop und Gladbeck und führt die Marathon-, Halbmarathon- und Staffel-Läufer quer durch das Ruhrgebiet. Start und Ziel befinden sich in Gelsenkirchen, kurze Wege im Vorfeld des Laufes und nach der Überquerung der Ziellinie sind garantiert. Nach dem letzten städteübergreifenden Marathon im Jahr 2009 freut sich das Revier auf ein neues sportliches Highlight. Über 1.200 Anmeldungen sind seit dem Anmeldestart vor einigen Wochen eingegangen, mit wöchentlich steigendem Interesse. Gerne möchten wir Ihnen, als Teilnehmer des Marathons 2009, den Hinweis geben, dass noch bis zum 30.11.2012 ein Frühbucherrabatt für den VIVAWEST-Marathon angeboten wird. Bereits ab 25 Euro kann man auf die Halbmarathonstrecke gehen. 39 Euro kostet ein Start über die volle Marathondistanz. Ab dem 1. Dezember kostet der Marathon 49 Euro und der „Halbe“ 29 Euro. Ein Start mit der WAZ-Jedermann-Marathonstaffel sowie in der Firmenstaffel über die Marathondistanz liegt noch bis zum 31. Januar 2013 bei 99,- Euro für alle vier Läufer zusammen (mit ausgewiesener Mehrwertsteuer für Firmen). Ein umfangreiches Leistungspaket inklusive. Die Anmeldung und Informationen zu den Strecken, Wechselpunkten, Sehenswürdigkeiten und Service-Inhalten rund um den VIVAWEST-Marathon finden Sie unter: www.vivawest-marathon.de Gerne versorgen wir Sie auch in Zukunft mit allen aktuellen Informationen rund um den Marathon. Dazu können Sie sich auch auf unserer Homepage für unseren Newsletter oder auf unserer Facebook-Seite anmelden. Wenn Sie keine weiteren Informationen wünschen, lassen Sie es uns einfach kurz per Antwort-Mail wissen, dann nehmen wir Sie selbstverständlich umgehend aus dem Verteiler. Mit sportlichen Grüßen, Ihr Team vom VIVAWEST-Marathon

Donnerstag, 15. November 2012

Jogger am Dortmunder Phönixsee angegriffen

Ich traute meine Augen nicht, als ich diesen Artikel las. Angetrunkene, polizeilich bekannte Jugendliche gingen mit den Worten "Den schnappen wir uns jetzt!" auf einen Jogger los, der um 20 Uhr seine Runde um den beleuchteten Phönixsee lief.

http://www.derwesten.de/wr/staedte/dortmund/jogger-am-phoenixsee-angegriffen-id7280770.html

Dienstag, 30. Oktober 2012

Andrea erfüllte sich ihren Traum - Marathon unter 4 Stunden

Andrea Schulze-Velmede (LT Bittermark) lief am 28.10.2012 bei 6 Grad ihren ersten Marathon in unter 4 Stunden (3:51:57 Std/Min/Sek).

Damit hat Andrea sich einen ganz persönlichen Traum erfüllt. Durch ein zielgerichtetes Training war ihr dies möglich. Und das Beste: Sie hatte die ganze Zeit Spaß und keinen Einbruch zum Schluss erlebt. Besser kann es gar nicht laufen.

An den Zeiten von Andrea lässt sich wunderbar zeigen, wie sinnvoll eine durchdachte Wettkampfvorbereitung ist. Wer bisher planlos trainiert, sich aber verbessern möchte, sollte sich einen Trainingsplan besorgen, der auf seinen aktuellen Leistungsstand ausgerichtet ist


Zitat:
"Hallo Heiko,
Frankfurt war toll, ich bin zufrieden mit meinem Lauf und hatte Dank Deines Trainingsplans keinen Einbruch.
Jetzt gibt’s was zu Essen und dann Regeneration."


Andrea Schulze-Velmede im Ziel beim Frankfurt Marathon 2012
Und hier sind Andrea´s Splitzeiten. Bilderbuchmäßig!


Zielzeit: 3:51:57

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Menorca in 6 Tagen




Als wir am 4. Oktober diesen Jahres nach Menorca flogen, hatten wir noch keine konkreten Urlaubsvorstellungen. Etwas wandern und geocachen... die Insel so Stück für Stück erkunden. Aber es sollte anders kommen :-)


Nachdem wir uns am ersten Urlaubstag mit der näheren Umgebung und dem Örtchen Son Xoriguer vertraut gemacht hatten, wanderten am zweiten Tag entlang der Südküste in Richtung Osten bis zur Bucht "Cala Turqueta", wo wir auch eine kleine Badepause einlegten. 10 KM liefen wir dabei an traumhaften Buchten und Stränden vorbei - und wieder zurück. Da kam mir die Idee - Menorca doch einfach komplett zu umrunden. Ich war sozusagen mal wieder "Motivated by Nature", wie einer meiner Lauffreunde sagen würde.
Es gibt einen ausgeschilderten Wanderweg, der, meist entlang der Küste, um die ganze Insel herumführt. Es handelt sich hierbei um den "Cami de Cavalls", den Reiterweg der Kavallerie, der im gesamten 18. Jahrhundert genutzt wurde, um die an der Küste entlanglaufenden Verteidigungspunkte miteinander zu verbinden. Mehr als 14 Tage sollten Wanderer hierfür veranschlagen, steht in unserem Reiseführer. Radfaher sollten mindestens eine Woche einplanen.
Nach einem kurzem Studium der Karte und der Beschreibung im Reiseführer war die Aufgabe klar: Für die ca. 190 Kilometer werden 6 Tage veranschlagt - zu Fuß und im Laufschritt. Und so gab es doch noch eine sportliche Herausforderung für den Urlaub.
2012 war für mich aus sportlicher Sicht ein besonderes Jahr:
Im Mai lief ich auf Gran Canaria von der Küste in Maspalomas bis auf den höchsten Punkt der Insel, den Pico de las Nieves. Sozusagen von 0 auf 1.949 Meter bei 47 KM Gesamtstecke. Im Juli waren es die "4 Trails", bei denen an 4 Tagen 159 Kilometern und 9.800 Höhenmetern von Garmisch (Deutschland) nach Samnaun (Schweiz) zu überwinden waren. Das waren willkommene Abwechslungen zu den beiden Marathons im April und September, die nebenbei ebenfalls ein ganz besonderes Erlebnis für mich darstellten, denn im April lief ich das erste Mal überhaupt einen Marathon in weniger als 3 Stunden. Ein knappes halbes Jahr später sollte sich das bei meinem 30. Marathon in Münster glücklicherweise wiederholen. Eine Inselumrundung im Oktober ist doch ein gelungener Jahresabschluss, nicht wahr?
Nach der Idee fehlte noch das OK meiner "besseren Hälfte" Katrin. Ich wollte zwar nicht mit Sack und Pack losziehen und ihr für eine Woche "Lebewohl" sagen, aber wir waren schließlich gemeinsam hier zum Urlaub machen. Und den Lauf musste ich definitiv alleine bestreiten. Außerdem brauchte ich ein Supportfahrzeug, welches mich von Etappe zu Etappe begleitet. Und für diese Aufgabe blieb eigentlich nur Katrin. Etwas erstaunt war ich, als sie sofort und bedingungslos zustimmte. Also machten wir uns noch am gleichen Abend an die Planung. Und da es ja Urlaub war, gönnten wir uns trotz der bevorstehenden Strapazen dennoch das eine oder andere Bierchen.

Wir studierten den Reiseführer. Hier fand sich eine Beschreibung. Der "Cami de Cavalls" wurde darin in 20 Teilabschnitten eingeteilt und nach Schwierigkeitsgrat beurteilt wurde. Wir teilten die Inselumrundung neu auf, so dass wir auf unsere 6 Etappen kamen. Wie sich im Laufe der nächsten Tage herausstellten sollte, war unsere Einteilung der Strecke in 6 Einzeletappen, die zwischen 21 und 41 Kilometer lang waren, nahezu perfekt für unsere Ambitionen. Am Nachmittag der beiden kürzeren Etappen hatten wir sogar noch genug Lust und Kraft ein paar Kilometer gemeinsam die Gegend zu erwandern, ehe es mit dem Mietwagen zurück zum Hotel zum Abendessen ging.
Wir splitteten den Lauf in 2 Einheiten mit je 3 etwa gleich anstrengenden Etappen (was nicht unbedingt gleich viele Kilometer bedeuten muss). Zwischen diesen beiden Blöcken machten wir 3 Tage Pause und genossen Pool, Bar und Essen. Zwar nutzte ich die Pausentage für ein leichtes Krafttraining und Schwimmen, die Zeit reichte aber allemal um sich einigermaßen zu erholen. Nicht so schön war nämlich, dass meine Achillessehne seit einiger Zeit meint sich verstärkt bemerkbar zu machen. Das merkte ich jetzt nach jedem Aufstehen. Nach dem "Urlaub" kann ich mich ja immer noch schonen... Tipp: Ausgiebiges Stretching mindert den Schmerz ungemein!


Auf der Inselumrundung habe ich unzählige Buchten gesehen, das Wasser war so klar wie im Aquarium und leuchtete türkis-blau. Die Strände waren trotz der sommerlichen Temperaturen bis 29 Grad meist menschenleer und auch sauber. Das gilt insbesondere für die vielen kleinen, aber nennenswerten Buchten zwischen den großen Badestränden.
Am anspruchsvollsten war sicherlich die 5. Etappe von Binimel-lá nach Cala Morell. Die vielen Hügel und das viele Geröll auf den steilen Passagen machte das Laufen auf einigen Abschnitten schlicht unmöglich (eigentlich wollte man nur nicht ausrutschen und den Hang hinunter baseln). Das meinte übrigens auch ein Mountainbiker, den ich unterwegs kennengelernt habe. Er und seine Freunde waren so schlapp, dass ich die Gruppe zu Fuß hinter mir gelassen habe. Ihr vorhaben, Menorca an 2,5 Tagen zu umrunden, ist leider auf den letzten Kilometern gescheitert. Sie mussten das Rad einfach zu oft über die Berge tragen, was ihnen die letzten Kräfte raubte. Das Risiko, die Fähre zurück nach Mallorca zu bekommen, wollten sie dann auch nicht mehr eingehen. Der besagte Mountenbiker und ich blieben ein paar Kilometer zusammen und merkten gar nicht, dass wir irgendwo einen Wegweiser verpasst haben und wunderten uns dafür, dass der Rest seiner Gruppe nicht aufschloss, als das Profil wieder flach und fahrbar wurde. Das machte aber nichts, denn die Inselbewohner waren stets freundlich und hilfreich, wenn ich sie einmal nach dem Weg fragen musste. Und im Zweifel macht man bei einer Inselumrundung ja auch nichts verkehrt, wenn man sich an der Küste orientiert.
Am besten hat mir die erste Etappe von Son Xoriguer nach Son Bou gefallen. Eine fantastische Landschaft belohnte die Anstrengung. Es war nicht einen Kilometer auf Asphalt zu laufen. Der gesamte Weg war, wenn auch stellenweise nur sehr langsam, laufbar.
Die andere Etappen waren nicht wirklich schlechter. Aber es waren dann auch mal ein paar Kilometer auf einer befestigten Straße zu laufen. Zum Wandern wären die Asphaltstrecken wohl eher langweilig. Beim Laufen vergingen sie hingegen wie im Flug. Da merkte man dann ganz deutlich, wie schnell man unterwegs wäre, wenn der Untergrund stimmt. Und dann geht es ja auch schon wieder rein in die Natur...
Die Etappen:
Etappe 1: Son Xoriguer - Son Bou (32 KM, mittelschwer)
Etappe 2: Son Bou - Es Castell (41 KM, einfach)
Etappe 3: Es Castell - Favátrix (38 KM, einfach)
Etappe 4: Favátrix - Binimel-lá (21 KM, mittelschwer)
Etappe 5: Binimel-lá - Cala Morell (25 KM, schwer)
Etappe 6: Cala Morell - Son Xoriguer (37 KM, erst mittelschwer, dann einfach)

Folgenden Erkenntnisse habe ich aus dem Lauf gewonnen:
  1. Küsten sind nicht unbedingt flach
  2. Küsten auf Vulkaninseln enthalten sehr viele und sehr spitze Steine
  3. Altes Schuhwerk ist ratsam, da von dem scharfen Steinen und Felsen aufgeschlitzten neuen Schuhe immer so "weh" tun.
  4. Vergiss deine gewohnte Zeitrechnung komplett, wenn du im schwierigen Gelände unterwegs bist.
  5. Nur der erste Tag ist wie der erste Tag. Die Muskulatur ermüdet und hat bei den langen Etappen nicht genug Zeit, sich über Nacht vollständig zu erholen. Man wird also langsamer und auch unkonzentrierter.
  6. GPS ist eine gute Unterstützung um den vereinbarten Treffpunkt bequemer zu erreichen, oder eine Zwischennachricht über die aktuelle Position durchzugeben (z. B. falls man mal stürzt). In diesem Fall hätte aber auch eine Papier-Karte gereicht, da der Weg ausgeschildert war.
  7. GPS ersetzt keine Papier-Karte (Genauigkeit, Lesbarkeit, unbegrenzte Akkulaufzeit ;-)
  8. Fahrradhandschuhe können schützen (dann hätte ich mir die kleinen Steichnchen nicht aus den Händen pulen müssen, nachdem ich gestürzt bin)
  9. Handy und Verbandzeug mitnehmen.

Auf den ersten Kilometern der ersten Etappe

Etappenziel 1: Son Bou



Etappenziel 2: Es Castell

Etappenziel 3: Arenal d'En Castell

Etappenziel 4: Platja de Binimel-lá


Etappenziel 5: Cala Morell


Ziel der 6. Etappe (und Startpunkt) in Son Xoriguer


Karten informierten regelmäßig über den Aufenthaltsort



Mehr Bilder gibt es hier:

Menorca Trail 2012

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Erster Phönixsee Halbmarathon Dortmund

Über 3.000 Anmeldungen insgesamt, davon über 1.700 für den Halbmarathon. Der erste Phönixsee Halbmarathon am 3.10.2012 war damit ein voller Erfolg.
Jens Meyer und Heiko Thoms teilen sich
den 1.  und 2. Platz der M 35 "Dreamteam"
Auch das Wetter spielte mit. Wenn es morgens und am Nachmittag nicht gerade so toll aussah, zeigte sich das Wetter während des Wettkampfes bis zur Siegerehrung von der "Sonnenseite".

Bittermärker als Teilnehmerstärkster Verein

















Der LT Bittermark ist mit 34 Läufern der Teilnehmerstärkste Verein. Schön, dass wir so auf uns aufmerksam machen konnten. Noch schöner, dass einige gute Zeiten gelaufen wurden und wir auch bei den Altersklassenwertungen oftmals unter den ersten 3 vertreten waren. Joachim Lutz lief auf Platz 1 der AK55, Nadine Droste lief auf Platz 1 der W30.

Jens und ich durften auch wieder zusammen auf die Bühne. Platz 1 (8. Gesamt) für ihn und Platz 2 (18. Gesamt) für mich. Wir haben beide unsere persönlichen Bestzeiten jeweils nur um wenige Sekunden verfehlt. 8 Sekunden im meinem Fall. Stören tut mich das nicht im Geringsten, denn ich bin hier nicht wegen Bestzeiten angetreten, sondern allein aus purer Lust am Laufen. Und das wurde belohnt. Die vielen tollen Vereinskameraden auf und neben der Strecke - ein Traum. Danke!

Heiße Verfolgungsjagd

Mehr Bilder gibt es hier: Bilder vom Halbmarathon am Phönixee


Donnerstag, 27. September 2012

Volkslauf in Wuppertal Ronsdorf - Anspruchsvoller Landschaftslauf

Letzte Woche Samstag war ich in Wuppertal Ronsdorf zum Volkslauf über 10 KM. Das Wetter meinte es gut mit uns und schickte uns um 16:45 auf die landschaftlich reizvolle Strecke, die es in sich hatte. Vom Profil erinnerte mich die zweimal zu durchlaufende Strecke an unsere Sommerrunde. Die Anstiege ware teils knackig, aufgrund der Streckenlänge naturgemäß nicht ganz so langgezogen, wie etwa der Weg vom Augustinum Dortmund zur Viermärker Eiche. Denn dieser beträgt bekanntlich stolze 3 KM!
Gelaufen wurde fast ausschließlich auf befestigten Waldwegen. Ein Staudamm brachte noch mehr Abwechslung in den stark verwinkelten Kurs.

Eigentlich wollte ich noch einen schnellen 10er "raushauen". Eine 38er Zeit, das wäre schön gewesen. Nicht zuletzt aufgrund des Streckenprofils blieb die Zeit jedoch über 40 Minuten.


Zeit: 40 Min. und 36 Sekunden. Platz 9 gesamt.

Die letzten Sonnenstrahlen atmeten wir bei einem leckeren Bier (Brauhaus Wuppertal) ein.


Vereinshomepage LC Wuppertal
http://www.lc-wuppertal.de/VL.htm

Dienstag, 11. September 2012

Die Presse über Heiko

Der Westen: Schlammschlacht auf altem Militär-Flughafen (Fishermans Friend Strongman Run)
WR 28.10.2011: LT Bittermark: Starker Thoms (Mallorca Marathon)
RN 12.09.2011: Heiko Thoms küsste den Zielbereich auf dem Prinzipalmarkt (Münster Marathon)
RN 7.11.2011: Runnerspoint auf Mallorca am Start
WR 20.03.2012: Marathon in Münster lockt (Mentorenprogramm)
WR 18.04.2012: Thoms unterbietet 3-Stunden-Marke (Vienna City Marathon)
WAZ 12.07.2012: Im Dauerlauf in vier Tagen über die Alpen (Salomon 4Trails)
WAZ 10.09.2012: LT Bittermark: Heiko Thoms stark (Münster Marathon)
WAZ 02.10.2012: Es wird rund um den Phönixsee (Phönixsee Halbmarathon)

Montag, 10. September 2012

Münster Marathon 2012 - Kabuuummm - Da ist das Dingen!!!

Hitzeschlacht beim 11. Volksbank Münster Marathon. Temperaturen bis 29 Grad und kein Lüftchen.
Meine Zielzeit von unter 3 Stunden habe ich mit 2:59:13 erreicht - auch wenn ich ehrlich gesagt zwischendurch geistig aus dem Lauf ausgestiegen bin. Aber hey, ich habe das Ding gemacht!
"Irgendwie musst Du ja zurückkommen" dachte ich mir. Also lief ich die letzten Kilometer ohne Druck und nur so, wie ich die müden Beine noch bewegen konnte. Vom Kopf her war ich bereits seit KM 35 ausgestiegen. Ich konnte das Tempo nicht bis zum Schluss halten. Einige Kilometer waren etwa 10 Sekunden unter dem nötigen Schnitt. Befreit von jedem Leistungsdruck lief es sich dann viel unbeschwerter. Die Zeit war mir längst egal, ich wollte einfach nur noch ankommen. Umso überraschter war ich, als die Uhr über dem Zielbereich eine Zeit von 2:59.. anzeigte.
Ich nahm mir ein paar Sekunden vor dem Ziel die Zeit und bedankte mich bei den Zuschauern für die tolle Stimmung. Die Blicke hättet Ihr sehen sollen. "Warum läuft der denn nicht weiter?". Weil ich es so will! Auf der Ziellinie machte ich es wie im Vorjahr und kniete auf der roten Zielmatte und, auch wenn´s ekelig kling - küsste den Boden. "LEIDER GEIL!".


Sonntag, 9. September 2012

Dortmunder Citylauf am 9.09.2012

Leider war es mir bislang versagt am Dortmunder Citylauf teilzunehmen. Irgendwie stimmte terminlich immer etwas nicht. Dieses Jahr war es wie im vergangenen Jahr der Münster Marathon. Beide Läufe sind stets am selben Tag.
Friederike Feil sicherte sich den Gesamtsieg in der Damenwertung

Nach der Hitzeschlacht in Münster verschlug es mich dennoch in die dortmunder City. Wenig überrascht war ich, dass ich zahlreiche Vereinskameraden traf. Mit meiner Spiegelreflex ausgestattet warf ich mich ins Geschehen und machte ein paar tolle Bilder:

Bilder vom Citylauf Dortmund 2012

WAZ: LT Bittermark: Heiko Thoms stark


Samstag, 8. September 2012

Münster Marathon 2012 - noch 1 Tag


Das Wort zum Sonntag

Zwei läuferische Highlights erwarten uns am Wochenende:
1. Der Münster Marathon
2. Der Dortmunder Citylauf
(beide Sonntag 9.09.2012)

Der Münster-Marathon
Monatelang haben wir vom LT Bittermark eine Gruppe von Marathonis auf diesen Tag
vorbereitet. Sie haben ihren Job wirklich gut gemacht. Gleiches
gilt auch für unser Mentorenteam, insbesondere für Dirk Wolf, der sich
intensiv mit der Gestaltung des Trainingsplans beschäftigte.
Danke hierfür!

Das Wetter meint es nicht gut mit uns. Angesagt sind
Temperaturen um 28-29 Grad. Zwar steigt das Thermometer erst
im Laufe des Tages, aber der Respekt vor dem Wetter sollte
entsprechend groß sein.
Ich habe heute um 11:20 Uhr einen kleinen Auflockerungslauf
(ca. 2 KM) gemacht. Trotz "Schleichtempo" war ich nass, wie nach
einem 10 KM Wettkampf.

Achtet auf genügend Flüssigkeitszufuhr. Ideal ist jede 1/4 Stunde
zw. 100-200 ml zu trinken (bei warmen Wetter eher an der Obergrenze orientieren).
Wichtig ist es auch, den Körper so gut wie möglich zu kühlen.
Nehmt kein Sonnenbad vor dem Start. Zieht Euch so "leicht" an
wie nur möglich. Schützt die Haut vor Sonnenbrand (eincremen)
und klebt die Brustwarzen ab um unangenehme Überraschungen
zu vermeiden. Vaseline unter den Achseln und an den
Oberschenkelinnenseiten kann helfen, wenn Ihr hier empfindlich
seid.

Nehmt etwas zu trinken (250-500 ml) mit in den Startblock und
trinkt es in den letzten 10 Min vor dem Start. In den Minuten 60-
45 vor dem Start trinkt Ihr nichts, damit Ihr nicht "müsst".

Aufgrund des Wetters ist es möglich, dass Ihr Euer Ziel nicht
erreichen könnt. Das wäre keine Schmälerung Eurer Leistung,
sondern den äußeren Umständen geschuldet. Setzt Euch bitte ein
zweites Ziel, auf das Ihr zurückgreifen könnt, wenn Ihr merkt,
dass es nicht läuft. Ein drittes Ziel (z. B. einfach ankommen) kann
helfen um die Motivation im ungünstigsten Fall nicht ganz zu
verlieren. Finishen ist das Ziel! Ihr seid alle Sieger! Ich bin
überzeugt, jeder von Euch schafft es sicher ins Ziel!

Auch wenn es anstrengend wird, mit Überschreiten der Ziellinie wisst Ihr,
warum Ihr Marathon lauft! Versprochen!

Das Frühstück sollte 2 Std. vor dem Start abgeschlossen sein.

Vergesst Euren Chip und Eure Marathonschuhe, Hose und Shirt nicht!

Lest doch auch mal: http://ich-laufe.blogspot.de/p/der-tag-x.html, (m)ein ganz normaler Marathon-Tag.

Habe ich etwas vergessen? Ach ja: Viel Spaß beim Erfolg!

Heiko

Freitag, 7. September 2012

Wettervorhersage für den 9.09.2012 - Münster Marathon

Sagt mal, ist das normal? Pünktlich zum Sonntag soll es einen riesigen Temperatursprung auf 28 Grad geben?

Macht das Beste daraus!

Donnerstag, 6. September 2012

Münster Marathon - noch 3 Tage

Die Beine fühlen sich allmählig normal an. Jetzt noch genug schlafen und auf die Kohlenhydratreiche Ernährung achten, dann stimmt die Form.
Montag habe ich noch "lockere" 4x2000 Meter Intervalle im Marathon-Renntempo gelaufen. Mittwoch noch einmal 5x1000. Das richtige Tempo zu finden ist die Hauptaufgabe dieser Einheit - und Selbstbewußtsein zu schaffen.

Warum in Gottes Namen die Temperaturen am Sonntag auf 27 Grad ansteigen sollen, ist mir nicht begreiflich. WARUUUMM? Da trainiert man so schön und dann macht das Wetter einem einen Strich durch die Rechnung? Ich beiße mich so gut wie möglich durch und werde jede Möglichkeit der "Wasserkühlung" nutzen. Unter 3 Stunden ist das gewünschte Ziel. Die Trainingsvorgaben habe ich sogar für 2 Std. 55 Minuten erfüllt. 4 Minuten und 59 Sekunden schenke ich der Hitze ;-).

Sonntag, 2. September 2012

Müde, schlapp und lustlos

... wie kann das sein und DARF das sein?
In genau einer Woche ist der Münster Marathon. Dann werden die Früchte des konsequenten Trainings der letzten Wochen geerntet. 6-7 Trainingseinheiten und 100-130 Kilometer die Woche.

Müde, schlapp und lustlos. So könnte man meinen Gemütszustand für heute beschreiben. Lange saß ich auf der Couch. Im Trainingsplan steht für heute lediglich ein lockerer Dauerlauf über 10-15 KM. Macht eine völlige Laufpause nicht mehr Sinn? Die Beine müssen ausgeruht an den Start gehen. Das ist wichtiger, als die letzten Kilometer blind abzuspulen. Doch leider habe ich keinen Trainer zur Hand, der mich hier und jetzt beraten kann. Und da ich selbst Trainingsempfehlungen ausspreche, muss ich auch weiter meine eigenen Erfahrungen machen.

Würde ich Jemanden heute beraten, dann würde die Empfehlung klar lauten "lass den Lauf heute ausfallen und mache etwas, "was Dir Freude macht". Zu mir selbst war ich aber mal wieder strenger und habe gegen meinen Schweinehund angekämpft. "Du hast die letzten Wochen keine einzige Trainingseinheit ausfallen lassen, dann fängst Du damit heute erst gar nicht an!". Also runter von der Couch und wenigstens die Mindestanforderungen von 10 KM erfüllt. Und schön war es draußen bei Sonne und milden 20 Grad. Die Beine wirkten beim Laufen deutlich fitter, als wie sie sich im "Standby-Modus" auf der Couch anfühlten. Das Tempo habe ich auch nach unten korrigiert, auf immerhin 5:23 Min/KM. Welchen Effekt hatte das Laufen?
1. Ich fühle mich wohler
2. Das schlechte Gewissen, das Training zu "schwänzen" ist weg
Hätte ich wirklich etwas verpasst, wenn ich heute nicht rausgegangen wäre? Ich denke nicht. Denn um die Form zu erhalten, werden Montag und Mittwoch noch einmal Intervalle im Marathon Renntempo (4:09 Min/KM) gelaufen.

Donnerstag, 30. August 2012

Münster Marathon 2012 - Noch 1,5 Woche(n)

Es ist geschafft. Das Training ist abgeschlossen, jetzt werden nur noch Erhaltungsreize gesetzt.
Am Montag liefen die 1000er Intervalle erstaunlich gut. Ich war mit Thomas L. das erste Mal auf der Aschebahn im Fredenbaumpark. Also, wenn die Laufstrecke nicht zu kurz ist, haben wir die Intervalle sämtlich unter 3:35 Min/KM gelaufen.
Gestern habe ich den letzten Temporeiz gesetzt. Es galt 15 KM so schnell wie möglich zu laufen. Glaubt man Peter Greif (www.greif.de), kann ich das gelaufene Tempo im Marathon laufen. Bei der Annahme geht Herr Greif davon aus, dass die Beine von dem Marathontraining bei diesem Testlauf müde sind...
Und müde sind die Beine schon seit einigen Tagen! Ich lief verhalten im Tempo von 4:10 Min/KM an. Zum Glück, denn wie sich im Laufe der Kilometer herausstellte, war es nicht leicht, dieses Tempo zu halten. Ich verbesserte mich immerhin auf ein Tempo von 4:04 Min/KM auf den letzten 5 Kilometern und hatte am Ende einen Durchschnitt von 4:07 Min/KM, was immerhin einer Marathonzeit von ca. 2 Std. 54 Min entsprechen würde. Mein Ziel ist es, noch einmal unter 3 Stunden zu laufen. 2 Std. 54 Minuten ist nicht das erklärte Ziel Bestenfalls fällt meine Bestzeit (2:57:06). Ich kann dem Rennen also positiv entgegensehen.

Donnerstag, 23. August 2012

Gewinnspiel: Gutscheine von Jogging-Point im Wert von 1.000 €

In Kooperation mit "Joggen-Online.de" mache ich auf folgendes Gewinnspiel aufmerksam:

Ausschreibung von Joggen-Online.de



Der Sommer scheint in Deutschland (zumindestens vorübergehend) angekommen zu sein und wir bieten Euch deshab was ganz Besonderes an. Zusammen mit Jogging-Point, dem Online-Shop rund ums Laufen, bieten wir Euch ein Gewinnspiel an, bei dem es Preise in sich haben.

Die Preise

1. Preis: Ein 400 Euro Gutschein für Jogging-Point.de
2. & 3.ter Preis: Je 1 x 100 Euro Gutschein für Jogging-Point.de
4. bis 11.ter Preis: Je 1 x 50 Euro Gutschein für Jogging-Point.de

Was müsst ihr machen?

Alle die an dem Gewinnspiel teilnehmen möchten, müssen lediglich einen Beitrag im Forum (www.joggen-online.de/forum) schreiben. Also ganz einfach. Das Gewinnspiel läuft vom 01. August bis 31. Ausgust 2012. Die Auslosung erfolgt am 01. September 2012.
Hier geht es zum Forum!
Schnell anmelden und Frage stellen / beantworten oder Tipp geben.
Viel Spaß und viel Glück

Mittwoch, 15. August 2012

Münster Marathon 2012 - noch 4 Wochen

4 Wochen vor dem geplanten Marathon lief ich wie gewöhnlich einen Test-Halbmarathon. Dieser soll als Standortbestimmung dienen...

... Der Trainingszustand stimmt!

Die 3 muss weg - so lautet das Ziel für Münster. Zwar habe ich bereits im Frühjahr die 3-Stundenmarke beim Maraton in Wien unterboten, aber mit Münster habe ich noch eine Rechnung auf. Im letzten Jahr lief es schon ab einem Drittel der Strecke gar nicht mehr gut und ich musste das Tempo schließlich bei KM 25 deutlich, teils mit Gehpausen, zurücknehmen. In Münster bin ich schon mehrfach gelaufen. Meistens ist es sehr warm...

Platz 2 für Jens (1:23.00) und 3 für mich (1:26:55) in AK M35
beim Halbmaraton am 12.08.2012 in Gladbeck

Sonntag, 5. August 2012

Münster Marathon 2012 - noch 5 Wochen

Ich bin gerade die letzen 16 von 122 KM diese Woche gelaufen und habe die Sonne genossen. Jetzt bei einem kühlen, alkoholfreien Weizen noch ein bisschen "Büroarbeit" erledigen. 

Die Vorbereitungen liefen bis jetzt glatt. Ich habe meinen Trainingsplan für 2 Std. 55 Min ausgelegt und konnte die Anforderungen bislang erfüllen, wenn auch oft nur an der unteren Grenze der "von-bis" Angaben.

Mein Ziel ist es ja auch nicht, die 2 Std. 55 tatsächlich zu laufen. Das Ziel ist unter 3 Std. zu bleiben. Und ehrlich gesagt, finde ich das auch sportlich genug. Das Training auf eine etwas schnellere Zeit dient dann nur noch der Sicherheit. Wenn mein persönlicher Rekord aus November (2:57:06) dann doch noch fällt, wäre das ein zusätzliches Bonbon. Aber wie gesagt, ich laufe entspannt los und schaue erst spät, ob es sich noch zum kämpfen lohnt.

Gestern habe ich einen jungen Läufer namens Sören kennengelernt. Mit seinen 20 Jahren weist er kaum Lauferfahrung auf. Allerdings braucht er sich mit seiner Halbmarathonzeit von 1 Std. 30 Min nicht wirklich verstecken. Und gestern beim Training hat er die 35 KM im Pace von 5:00 Min/KM gut mitgehalten. Bei der Endbeschleunigung auf den letzten 5 KM hat er mich dann überholt. Schade, den so läuft er sich platt, was er dann auch kurze Zeit später erfahren musste, als ich locker wieder an ihm vorbeilief. Lehrgeld. Vielleicht war es gut so.
Auch Sören wird in Münster beim Marathon starten. Ich wünsche ihm das Beste und traue ihm eine Zeit von unter 3 Std. 15 Min zu. Der Nächste wird, wenn er weiter trainiert, wahrscheinlich unter 3 Std. werden. 
Sören trainiert auch in der Bittermark, erste Abwerbeversuche zum LT Bittermark Dortmund habe ich (freundlich) unternommen.

Donnerstag, 26. Juli 2012

Münster Marathon 2012 - noch 6,5 Wochen

Kaum bin ich zurück von den Salomon 4 Trails (4.-7. Juli 2012) habe ich bereits schon wieder neue Ziele. Ich hatte mir bis vor Kurzem die Teilnahme am Münster Marathon freigestellt. Ich wollte erst einmal sehen, ob ich überhaupt noch laufen kann, wenn ich aus den Alpen zurück bin.

Erstaunlicher Weise habe ich das alles ohne Schäden überstanden. Der Kopf ist noch nicht so richtig auf Wettkampf eingestellt. Die mentale Wettkampfstärke ist in den nächsten Wochen erst wieder herzustellen. Insgesamt bin ich auch noch nicht 100%ig ausgeruht.

Ich konnte diese Woche beim Tempo- und Intervalltraining nur die unteren Vorgaben für ein Training unter 3 Stunden erreichen. Aber es ist draußen fast 30 Grad heiß, was die Leistung relativiert. Vielleicht war das Training sogar zu hart. Ich muss mich erholen...

Ich habe jetzt schon fast 2 Wochen hartes Marathontraining hinter mir und fühle mich schon jetzt recht ausgelaugt. Es gilt nun das richtige Verhältnis zwischen Be- und Entlastung zu finden. Auch macht mir die rechte Ferse zu schaffen. Davon war in den Bergen erstaunlicher Weise gar nichts zu merken. Ich begegne den Problemen mit vermehrten Stretching und hoffe das Beste.

Unter 3 Stunden ist das Ziel für Münster. Nachdem ich im April in Wien das erste Mal die 3 Stunden geknackt habe, möchte ich dieses Ziel nun ein weiteres Mal erreichen. Hoffentlich ist es nicht so heiß, wie im letzten Jahr...

Fotoalbum 4 Trails 2012

Unvergessliche Tage, atemberaubende Aussichten und viele neue Bekanntschaften. Das sind die bleibenden Eindrücke von den 4 Trails 2012.

Neben meinem Bericht zu den 4 Trails 2012 "Run, Eat, Sleep"

habe ich hier nun ein Fotoalbum 4 Trails 2012 mit über 200 Bildern eingestellt. Viel Spaß damit!

Dienstag, 24. Juli 2012

Happy Birthday

So verbringt man gerne seinen Geburtstag! Ein gepflegter Lauf durch die Dortmunder Bittermark mit Verlängerung über den "Geburtstagsberg". Anschließend noch ein gepflegtes Erdinger Alkoholfrei mit den Lauffreunden und einer kleinen Überraschung. Sogar Kuchen mit Kerzen gab es.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Steht der "Ruhr Marathon! vor der Wiedergeburt?

Letztmalig fand im Jahr 2009 ein "Ruhrgebiets-Marathon" statt, wobei die Strecke auch durch Gladbeck führte. Am Sonntag, 12. Mai 2013, wird der "VIVAWEST-Marathon" unter dem Motto "Laufen, wo das Herz schlägt!" seine Premiere feiern. Auch im kommenden Jahr gehört Gladbeck gemeinsam mit Gelsenkirchen, Essen und Bottrop zu den beteiligten Städten. Archiv-Foto: STADTSPIEGEL Gladbeck/Essen/Gelsenkirchen/Bottrop. Der "Ruhr-Marathon", bekannt auch als "KARSTADT-Marathon", steht scheinbar vor seiner Wiedergeburt: Nachdem die Sport-Großveranstaltung in den letzten Jahren nach dem Ausfall des Hauptsponsors KARSTADT nicht stattfand, erhält das Revier unter dem Motto "Laufen, wo das Herzen schlägt!" wieder eine eigene Marathon-Veranstaltung. Dies verspricht jedenfalls die Veranstalter-Agentur gemeinsam mit dem dem neuen Hauptsponsor in einer Pressemitteilung.

Am Sonntag, 12. Mai 2013, soll der "VIVAWEST-Marathon" die Städte Gladbeck, Essen, Gelsenkirchen und Bottrop miteinander verbinden und dabei die Region von ihrer sportlichen Seite präsentieren. Start und Ziel werden sich - entgegen der zurückliegenden Veranstaltungen - in Gelsenkirchen befinden. Neben der klassischen Marathondistanz können Läufer auch bei einem Halbmarathon sowie bei einer Marathon-Staffel an den Start gehen. Grundsätzlich gilt: Start und Ziel in Gelsenkirchen.

"Der Marathon durch mehrere Städte des Ruhrgebietes ist ein Zeichen für den Zusammenhalt und die Identifikation der Menschen mit ihrer Region. Sie zeigt, dass das Ruhrgebiet in Bewegung ist und hier etwas bewegt wird. Wir freuen uns auf eine begeisterende Sportveranstaltung," kommt bei Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski bereits Vorfreude auf.

Das Zustandekommen des VIVAWEST-Marathon ist natürlich in erster Linie dem neuen Hauptsponsor, dem Wohnungsunternehmen VIVAWEST, zu verdanken. Mit diesem Engangement will die größte Wohnungsgesellschaft in Nordrhein-Westfalen mit SItz in Gelsenkirchen ihre Verbundenheit zur Region und den hier lebenden Menschen zum Ausdruck bringen.

"Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, wie sportbegeistert die Menschen in der Region sind. Deshalb freuen wir uns sehr, ein hochattraktives Sportevent als Titelsponsor unterstützen zu können," versichert VIVAWEST-Geschäftsführung-Vorsitzender Robert Schmidt.

Veranstaltet wird der VIVAWEST-Marathon von der Agentur "MMP", die unter anderem schon seit zwölf Jahren den "Deutsche Post Marathon Bonn" gestaltet. Nach Angaben von MMP-Geschäftsführer Michael Mronz steht das Unternehmen schon in intensiven Gesprächen mit den beteiligten Städten sowie weiteren Partnern. Weitere Detailinformationen sollen im Herbst bekannt gegeben werden und ab dem 19. September sind dann auch Anmeldungen für den neuen VIVAWEST-Marathon möglich.

Montag, 16. Juli 2012

Unterwegs mit dem TRAIL-MAGAZIN

Das Trail-Magazin, in der Szene wohlbekannt, ist derzeit auf Deutschland Tournee. Zusammen mit dem Ausstatter ASICS und Stephan Repke alias "Gripmaster" hieß es am vergangenen Sonntag Stop in der Eifel.
Zusammen mit meinem Laufpartner Jens Meyer wollte ich mir dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Zu schön ist das Laufen mit anderen Gleichgesinnten. Und wenn man dann noch eine so coole Strecke vorgesetzt, wie die 20 Matsch-Trail-Kilometer von Holger "Metal-Kopp", dann entschädigt dies auch für die insgesamt 430 gefahrenen Kilometer. Holger erwies sich übrigens nicht nur auf den Trails als hervorragender Guide. Auch bei der Wahl der italienischen Bar bewies er eine vorzügliche Nase/Gaumen.
Danke an Alle. Es war schön mit Euch zu laufen und mit Euch zu sprechen.





Sonntag, 8. Juli 2012

Salomon 4 Trails 4.-7. Juli 2012 - *Run, Eat, Sleep*




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Über 150 Kilometer und ca. 10.000 Höhenmeter waren an den 4 Tagen vom 4.-7.Juli zu überwinden. Bereits nach einigen Kilometern auf der ersten Etappe von Garmisch nach Ehrwald wurde mir klar: Hier wird nicht viel gelaufen! Die steilen (Ski-) Hänge forderten schon beim strammen Gehen das Äußerste von uns. Und Bergablaufen ist ab einem gewissen Gefälle auch kein Vergnügen mehr. In der ersten Nacht machten sich die Oberschenkelmuskeln bemerkbar. Zu groß war die Belastung durch die ständige Bremsarbeit, die sie leisten mussten. Einfach "laufen lassen" wäre auch keine Alternative gewesen. Wie schnell sollte man bergab werden? Und wir reden hier nicht über glatte Asphaltpisten. In jedem Augenblick hieß es die Konzentration auf die nächsten Meter zu richten, wenn einem die Gesundheit am Herzen liegt. Erstaunlicher Weise wurden die Muskelbeschwerden von Tag zu Tag (gefühlt) geringer. Jedenfalls in der Nacht. Nach dem Start am nächsten Morgen meldeten sie sich aber pünktlich zurück. Die Schmerzen legten sich aber nach einigen Minuten wieder, sobald die Muskulatur auf Betriebstemperatur war.

Wettermäßig waren wir auf das Schlimmste vorbereitet. Dauerregen und Gewitter waren für diese Woche angesagt. Tatsächlich sah sich der Veranstalter "Plan B" gezwungen, die Route am zweiten Tag kurzfristig zu ändern. Am Abend beim Briefing wurden wir noch einmal eindringlich auf die Gefahren und das richtige Verhalten bei Gewitter in den Bergen hingewiesen. Zieht ein Gewitter auf, heißt es schleunigst runter vom Berg und in einer Hütte, einem Waldstück oder wo anders Unterschlupf suchen. Im Zweifel heißt das, ein Stück zurück zu laufen.

Sponsoring von Pearl Izumi und O-Motion
Wenigstens waren wir kleidungsmäßig hervorragend ausgestattet worden. Pearl Izumi unterstützte uns mit Kleidung für warmes, kaltes und nasses Wetter, sowie 2 Paar Trailschuhe. Dazu kamen gleich mehrere Paar Kompressionssocken, die O-Motion sponserte. Die Freude war riesengroß als Jens nicht nur mit der Nachricht des Sponsorings, sondern auch mit einem megamäßigen Karton Laufsachen ankam. Sofort probierten wir die Kleidung an und unsere Frauen waren der Meinung, so gut gekleidet dürften sie uns nicht aus dem Haus lassen. Die schicken Sachen machten auch auf der Strecke Eindruck. Insbesondere die Schuhe gefielen, denn wir wurden mehrfach darauf angesprochen.
Die Sachen haben sich in den Alpen bestens bewährt. Den echten Härtetest mussten sie trotz Schneefelder auf den Höhen von über 2.500 Metern ü. N.N. nicht antreten. Wir blieben wie durch ein Wunder von dem Unwetter verschont. Lediglich am ersten Abend leistete die Regenjacke gute Dienste um trocken von der Pastaparty zum Hotel zu kommen.
Den Härtetest unterzogen wir der Jacke dann 1 Woche später bei einem Traillauf in der Eifel (siehe "Unterwegs mit dem Trail Magazin"). Hier brachen die gesamten Wassermassen gebündelt auf uns herein, von denen wir bei den 4Trails noch verschont blieben. Dem Regen konnten wir trotzen, die Jacke erfüllte ihren Zweck hervorragend und blieb dabei immer gut zu tragen. Ich würde sagen, hier hat Pearl Izumi ein vernünftiges Verhältnis von Gewicht und Funktion geschaffen - bei einem tollen Design.

Auch wenn die Muskeln streikten, Krämpfe hatten wir beide die ganzen 4 Tage keine. Zur Prävention trugen wir während des Laufs und Nachts die Kompressionssocken von O-Motion. Das Tragen der Socken in der Nacht hat zweierlei Vorteile. Erstens dient die Kompression nach dem Lauf der Regeneration, zweitens sind die Socken so am nächsten Tag weicher und Blasen haben keine Chance. Aua, wenn ich da so manche Füße gesehen habe...


Welche Rolle spielt eigentlich die Zeit bei solch einem Event?
Wertet man die gelaufene Zeit aus, klingt ein Pace von 7-12 Minuten je Kilometer nach Schneckentempo. Hier wurde uns aber alles abverlangt...
Welche Rolle die gelaufene Zeit für den Einzelnen bedeutet, muss jeder selbst entscheiden. Für mich war von Anfang an klar, dass das Event als solches im Mittelpunkt steht. Überhaupt ankommen, das war die Herausforderung. Dabei gesund bleiben, fantastische Eindrücke sammeln und nette Leute kennenlernen. So gesehen waren die 4Trails 2012 für mich persönlich ein wirklicher Erfolg. Dem schließt sich auch Jens an, wenngleich er aufgrund seiner Bergstärke hier (auch) die sportliche Herausforderung suchte. Unter den Top20 zu laufen, ist schon ein Wort! Verblüfft war ich nur, als Jens mir zeigte, dass auch er noch unzählige Bilder während des Laufens gemacht hat.

Die etwas andere "Grad-Wanderung"

Jens und Heiko am ersten Abend

Fantastischer Ausblick

Mit Sport-Physio Claudio, der eine Etappe "ausprobierte"

Anspruchsvolle Downhills



































Eine Fotogalerie mit ca. 200 Bildern habe ich hier zur Verfügung gestellt:
Fotoalbum 4 Trails 2012

Ihr wollt noch mehr lesen? Jens hat fleißig auf http://www.motivatedbynature.eu/ gebloggt. Dafür hatte er genug Zeit, denn die Sportskanone war auf den einzelnen Etappen teilweise um Stunden vor mir im Ziel!

Montag, 2. Juli 2012

Salomon 4 Trails - noch 2 Tage

Das letzte Haldentraining habe ich heute hinter mich gebracht und mein Lauffreund Thomas hat mich noch zum Pastaessen eingeladen. Die Team T-Shirts sind gedruckt  Jetzt noch schnell die Sachen packen, dann kann es morgen früh für Jens und mich los gehen (http://www.4-trails.com/).

Unvergessliche Tage wollen Jens und ich erleben, so der Plan. Die aktuelle Wettervorhersage lässt nichts gutes erwarten. Regen, Sturm, Gewitter - die ganze Woche. Das kann und darf nicht wahr sein! Nach meiner Ankunft morgen Nachmittag in Garmisch werde ich mich mit Jens auf den nächsten Berg begeben und die Wolken wegschieben ;-)

Die Grünsteinscharte kann in der zweiten Etappe nicht passiert werden. Die Behörden haben das Gebiet wegen Steinschlaggefahr gesperrt. Das kann ja spannend werden.

##### Mitteilung des Veranstalters: ####
Auf Grund eines Bergsturzes und der daraus resultierenden akuten Steinschlaggefahr im Bereich der Grünsteinscharte bleibt der Wanderweg über die Grünsteinscharte behördlich gesperrt. Daher wird bei den 2. SALOMON 4 TRAILS die Alternativroute über das Marienbergjoch (1789m) gelaufen. Ab Obsteig verläuft die Strecke weiter auf der Originalroute. Durch die Streckenänderung verkürzt sich die Etappe auf 39,5 Kilometer mit 2.288 Höhenmetern im Aufstieg und 2.505 Höhenmetern im Abstieg. 

Für das viertägige Etappenrennen ergibt sich damit eine neue Gesamtdistanz von 152,1 Kilometern und eine Höhendifferenz von 9.376 Metern im Aufstieg und 8.232 Metern im Abstieg. 
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Wie es uns ergeht, könnt Ihr auf unserer Projekthomepage www.motivatedbynature.eu nachlesen. Sofern wir überleben ;-) werden wir abends Bilder und Texte veröffentlichen. Außerdem könnt Ihr unsere aktuelle Position per GPS Tracking live verfolgen! Seid dabei!

Und weil´s so schön ist: Die Wetterprognose für Mittwoch bis Samstag:

Wetterprognose Garmisch-Partenkirchen

Donnerstag, 28. Juni 2012

Salomon 4 Trails - noch 5 Tage

Beim Training auf Gran Canaria
Bis zu 150 Kilometer tranierten mein Laufpartner Jens Meyer und ich um die Strapazen der 4 Trails möglichst ohne Verletzungen (oder überhaupt) zu überstehen.
Ich nutzte den Urlaub auf Gran Canaria um Läufe mit bis ca. 50 Kilometern und 1.950 Höhenmetern zu trainieren. Ein Trainingsmarathon auf dem Rothaarsteig, Bergtraining in der Dortmunder Bittermark und Hohensyburg. Haldentraining und Treppenlauf beim 24-Stundenlauf im Stadion Rote Erde. Die Vorbereitung auf dieses Event unterscheidet sich schon sehr von meinen üblichen Marathonvorbereitungen. Das Tempo rückt in den Hintergrund. Höhenmeter und gelaufene Zeit sind die wichtigen Parameter.

Die 4 Trails - was uns erwartet:

Grobe Steckenübersicht mit Stationen (entspricht im Datail nicht der tats. Strecke)
4 Tage, etwa 160 KM, ca. 9.600 Höhenmeter rauf und wieder runter. Höchster punkt: Die Ochsenscharte mit über 2.700 Meter üNN.
3 Länder, 4 Etappen:
Garminsch->Ehrwald
Ehrwald->Imst
Imst->Landeck
Landeck->Samnaum.

Supportet werden wir bei diesem Event von 2 starken Partnern: Pearl Izumi und Omotion. Erstgenannter hat uns mit dem richtigen Schuhwerk und der perfekten Kleidung versort. Omotion unterstützt uns mit Kompressionssocken, die eine langsamerere Ermüdung der Wadenmuskulatur bei gleichzeitig schnellerer Regeneration ermöglicht.

Wir starten unter dem Label "MotivateByNature.eu". Auf der gleichnahmigen Internetseite könnt Ihr während des Laufes unsere Position per Livetracking verfolgen. Jeweils am Abend werden wir einen Kurzbericht schreiben und ein paar Bilder einstellen.

Seid dabei!

Sonntag, 17. Juni 2012

Trainingsmarathon auf dem Rothaarsteig

Wenn man von einem lieben Laufkollegen gefragt wird, ob man mit ihm 40-50 Kilometer über den Rothaarsteig läuft (Vorbereitung auf den Zugspitz-Ultramarathon in einer Woche), sagt man nicht nein. "Meine" 4Trails über die Alpen sind ja auch nur noch 3 Wochen hin, da kann ich diese Trainingskilometer mit einigen Anstiegen gut gebrauchen...
Mit dem Auto fuhr ich also mit Marc Richter nach Winterberg, von dort aus mit der Bahn zurück nach Bigge um von dort aus auf den Rothaarsteig zu stoßen und ihn zurück bis nach Winterberg zu laufen. In einem Outdoorshop wollten wir uns nach dem Weg zum Rothaarsteig erkundigen. Trotz mehrfacher Betonung, dass wir zu Fuß nach Winterberg wollten, schien diese Information bei der netten Verkäuferin nicht anzukommen und sie redete immer von "dann müsst ihr bis ... fahren und dann...". Wir bedankten uns, verabschiedeten uns entschieden uns, anderweitig die ersehnten Infos zu suchen. Ein Besuch der Infotafel am Touristeninformationszentrum half weiter. Denn von hier aus war auch gleich der Zuweg zum Rothaarsteig ausgeschildert. Und der hatte so einige Höhenmeter in sich. 41 Kilometer und ca. 1.200 Höhenmeter haben wir zurückgelegt. Dabei mussten wir feststellen, dass der Rothaarsteig nicht umsonst so beliebt ist. Eine klare Empfehlung!
Wir waren trotzdem so ziemlich allein auf den Wegen unterwegs, denn es hat die ganze Zeit, wenn auch nur leicht, geregnet. Dank Gore-Jacke und Mütze war das aber auch nicht weiter schlimm, sondern - einfach genial!  Bei diesem Wetter waren gute Trailschuhe absolute Pflicht. Es war doch ziemlich rutschig. Und hier stellte sich auch heraus, dass Trailschuh nicht gleich Trailschuh ist. Mein neuer Mizuno Wave Cabrakan machte seine Arbeit hervorragend!

An der Ruhrquelle, so etwa KM 35 unseres Laufs

Läuferweisheit

Läuferweisheit