Sonntag, 18. April 2010

Wien Marathon 2010

Vulkanausbrüche, Staubwolken und Stillstand auf den Flughäfen in Europa. Der Vienna City Marathon 2010 glänzte am vergangenen Sonntag, den 18.04.2010, dennoch mit idealem Laufwetter und insgesamt 29.142 Teilnehmern auf den verschiedenen Distanzen.

Schätzungsweise 1/7 der gemeldeten Teilnehmer konnten nicht anreisen. Der Veranstalter war aber mit der Teilnehmerzahl sehr zufrieden. Das kann er auch, denn immerhin ist das neuer Rekord. Rennleiter Mark Milde bezeichnete den Wien Marathon als "Money Machine" und tatsächlich ist er ein einkalkulierter Wirtschaftsfaktor in der Region.
Das Wetter spielte bis Donnerstag nicht so wirklich mit. Es war kalt und regnerisch. Zum Wochenende meinte es der Wettergott aber gut mit uns und schon ab Freitag hatten wir herrlichen Sonnenschein. Zu warm wurde es am Veranstaltungstag nicht, es war sogar etwas kühl. Die meisten Läufer finden dieses Wetter um die 16 Grad ideal für einen Wettkampf.
 Güter Weidlinger (2. v. Links) ist hier bei KM 11 noch etwa 1 Minute hinter dem Top-Feld der Kenianer
Ich selbst konnte nach einer OP am linken Fuß in diesem Jahr nicht starten. Da dies Anfang des Jahres noch nicht klar war, war auch ich offiziell für diesen Lauf gemeldet. Ich nutzte die Gelegenheit und begleitete am Veranstaltungstag meinen Lauffreund Ralf, der sich nach einer Erkältung und insgesamt erheblichem Trainingsrückstand der Halbmarathondistanz stellte, die er in 2:27 h absolvierte. Nicht schnell, aber mit einem Lächel im Gesicht und konstantem Tempo. Der olympische Gedanke zählt!
 Ralf Brüggemann 500 Meter vor dem Ziel

Verpflegung gab es an der Strecke alle 5 Kilometer. Das ist ausreichend. Bei heißem Wetter wären aber alle 2,5 KM Wasserstellen wünschenswert. Neben Wasser wurden Bananen gereicht.
Die insgesamt sehr attraktive Strecke durch Wien ersetzt nicht wirklich die eine Besichtigungstour durch diese herrliche Stadt, aber man läuft an so ziemlich allen Sehenswürdigkeiten vorbei.
Für Österreich gingen wie im letzten Jahr Günter Weidlinger und Andrea Meyr, an den Start. Die beiden schnellsten Österreicher konnten jedoch weder den Streckenrekord, noch den österreicherischen Rekord angreifen. Weidlinger kämpfte schon ab KM 16 mit Wadenkrämpfen und Meyr hatte mit "mentalen Problemen" zu kämpfen. Ja, der Marathon ist nicht nur verdammt lang und fordert die ganze Kraft, auch der Kopf muss mitspielen. Denn wenn der Körper sagt "ich will nicht mehr!", dann muss ihm irgendjemand befehlen weiter zu machen. Für einen erfolgreichen Marathon ist es also wichtig, dass neben dem Training auch das private und berufliche Umfeld gut abgedeckt ist.
 Andrea Meyr 3 KM vor dem Ziel. Man sieht am Laufstil deutlich, dass sie am Ende ihrer Kräfte ist.

Die schnellsten Läufer:
Rang 1: Henry Sugut (Ken), 2:08:40 h
Rang 2: Joseph Lomala-Kimospo (Ken), 2:0:32 h
Rang 3: Mesfin Ademasu  (Eth), 2:09:41 h
Rang 12: Günther Weidlinger (Aut),2:14:05 h (schnellster Österreicher)
Rang 25: Marco Diehl (Ger), 2:32:11 h (schnellster Deutsche)

Die schnellsten 10 Männer waren zwischen 24 und 34 Jahren alt.

Die schnellsten Frauen:
Rang 1: Hellen Kimutai (Ken), 2:31:08 h
Rang 2: Irene-Kemunto Mogaka (Ken), 2:31:28 h
Rang 3: Olha Kelenarova-Ochal (Ukr), 2:33:04 h
Rang 31: Andrea Meyr (Aut) 2:34:09 h  (schnellste Österreicherin)
Rang 336: Marion Eschweiler (Ger), 3:05:14 (schnellste Deutsche)

Die schnellsten 10 Frauen waren zwischen 25 und 42! Jahren alt.

Zu den Ergebnislisten geht es hier: http://www.vienna-marathon.com/?url=result

Ein Fotoalbum der von mir geschossenen Bilder habe ich hier veröffentlicht:
Fotos Wien Marathon 2010

Vienna City Marathon 2010

Läuferweisheit

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