Mittwoch, 30. Januar 2008

Holland ist nicht flach

Ganz kurzfristig bekam ich am 29.01.08 von Running-Pur die Nachricht das ich im Tester-Pool für den Midwinter-Marathon am 03.02.08 in Apeldoorn bin. Aufgrund des langen Anfahrtsweges wollte ich auf Nummer sicher gehen und schickte an den Veranstalter ein Mail ob alles klar geht, die dann umgehend beantwortet wurde.
Auf der Internetseite konnte man Informationen in deutsch bekommen, die aber leider falsche Startzeiten enthielten. So stand für die Startzeit auf der „deutschen“ Seite 12:30 Uhr und auf der niederländischen 12:00 Uhr. Ebenso waren die Zeiten für die anderen Läufe falsch angegeben.

Am Sonntagmorgen machte ich mich zusammen mit meinen Lauffreunden Karsten Pooschke und Wolfgang Weitkämper, die ebenfalls im Tester-Pool waren, auf die ca. 2,5 stündige Anreise.
Von der A50 kommend wiesen uns auffällige gelbe Schilder zu dem großen Parkplatz wo dann auch schon der Shuttle bereitstand und auch umgehend losfuhr. So trafen wir sehr zügig im Start/Zielbereich ein.

Im Orpheus-Theater herrschte einiges an Trubel. Wir orientierten uns wo wir denn wohl unsere Unterlagen bekämen und wurden zugleich von einer freundlichen Holländerin angesprochen ob sie uns helfen könne.

Umgehend bekamen wir unsere Startunterlagen und das Shirt. Unsere Chip-Nrn. mussten noch nachgetragen werden, was wiederum völlig unproblematisch am „Problem-Stand“ erfolgte.
Mit einem Busshuttle ging es dann in die „Sprengeloo Sporthal“ zum Umziehen. Für jeden Lauf gab es eine andere Halle in der man sich umziehen konnte, was sehr angenehm war da somit sehr viel Platz vorhanden war.

Unsere Kleiderbeutel ließen wir bei den netten Damen die dort für das leibliche Wohl sorgten. Später stellten wir fest das wir die Beutel im Start/Zielbereich abgeben konnten, so das man seine Sachen direkt nach dem Zieleinlauf in Empfang nehmen konnte.
Wir warteten nicht auf den Shuttle sondern begaben uns zu Fuß auf den in ca. 1,3 km entfernten Startbereich.

Dieser ist sehr leicht zu finden da er unmittelbar in der Nähe der „großen Kirche“ ist.

Hier trafen wir dann auch noch auf weitere Lauffreunde aus Deutschland.
Pünktlich um 12:00 Uhr fiel, bei 2 Grad und Sonnenschein, das Startsignal. Hier waren doch so einige Zuschauer versammelt die uns anfeuerten. Die Zuschauer nahmen aber während des Streckenverlaufs immer mehr ab. Wer hier die Massen eines großen Stadtlaufes erwartet wird sicherlich enttäuscht werden. Es ist halt ein Landschaftslauf.

Die wenigen Zuschauer die dann auf der Strecke waren, waren allesamt gut drauf.

Da ich davon ausgegangen bin das Holland doch flach ist, wurde ich nun nach etwa 5 km und dann ab Kilometer 15 eines besseren belehrt. Auch in den Niederlanden geht es hügelig zu. Wenn meine Forerunner 305 die Aufzeichnungen richtig wiedergibt, sind das Höhenunterschiede von etwa 100 m gewesen.



Die Strecke war sehr gut zu laufen, ausschließlich Asphalt. Eine landschaftlich sehr schöne Strecke, größten Teils bewaldet, die aber auch für das Auge für Abwechslung sorgte. Es gab aber auch Abschnitte die parallel zu einer gut befahrenen Hauptstraße führte und nicht zu enden schien, da sie nur geradeaus ging.
Es gab ausreichen Verpflegungsstände und auch die Auswahl an Getränken mit warmen Tee, Wasser und Iso war sehr gut. An jedem Stand wurden auch Bananenstücke gereicht. Da ich auf der Internetseite nichts von Cola gelesen hatte, hatte ich mit Traubenzucker vorgesorgt.
Die erste Runde betrug ca. 26,6 km und danach ging es auf zur zweiten Runde mit etwa 15 km und der Reststrecke. Hier war sehr angenehm das die zweite Runde auf dem parallelem Weg, bzw. Radweg erfolgte, so das es keine Behinderung der schnellen Läufer durch die „Laufgeniesser“ gab.

Der Zieleinlauf war schön geschmückt, führte aber lediglich gerade aus und war so gefühlt sehr lang.. Hier fehlten einfach die Zuschauer. Es war ein einsamer Zieleinlauf. Hervorzuheben sein das die Läufer von Roten Kreuz-Helfern mit Wolldecken empfangen wurden.
Getränke waren im Zieleinlauf ausreichen vorhanden.


Nach 4:15 Stunden und dem Empfang der Medaille wartete ich noch auf meine beiden Lauffreunde und dann ging es gemeinsam mit dem Busshuttle zur Umkleidehalle, wo dann die nicht sehr warmen Duschen auf uns warteten. Duschen waren ausreichend vorhanden.
In der Halle konnte man sich auch massieren lassen und noch einen Kaffee trinken.
Bevor wir uns auf den Rückweg machten drückte eine nette Frau uns noch jedem eine Tüte mit 3 leckeren Brötchen in die Hand. Mit dem Order-Bus ging es dann wieder zum Orpheus-Theater und nachdem wir dort gesehen haben das es keine Urkunden gibt, sind wir dann mit dem Pendelbus wieder zum Parkplatz Nord zurück.


Die Veranstaltung und die Organisation erhält von mir nur beste Noten. Zu dieser Veranstaltung werde ich sicher noch öfters fahren.


Ulf Denker

Läuferweisheit

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